Video-KI Sora: Drei Dinge, die man vor der Nutzung beachten sollte
Seite 3: Preis und Umfang
Sora kommt nicht ganz günstig daher. Für unbegrenzte Generierung von Videos benötigt man das ChatGPT-Pro-Abo. Kostenpunkt: 200 US-Dollar im Monat. Hier habt ihr monatlich 10.000 Credits, die für bis zu 500 Videos reichen sollen, wenn man nur mit den niedrigsten Settings arbeitet. Also eine Auflösung von 480p bei fünf Sekunden Cliplänge.
Generiert ihr Videos in Full-HD-Auflösung mit längerer Laufzeit, reichen die Credits nicht mal für 100 Clips. Sind die Credits aufgebraucht, könnt ihr zwar weiterhin Videos generieren, werdet allerdings in eine Warteschlange gesteckt und müsst länger auf eure Clips warten. In unseren Tests hat ein 1080p-Clip von 10 Sekunden Länge statt etwa vier rund acht Minuten gebraucht.
Mit dem abgespeckten Abo ChatGPT-Plus zahlt man nur 20 US-Dollar im Monat, verzichtet allerdings auf manches. So reichen die 1000 Credits, die man erhält, bei niedriger Qualität für nur etwa 50 Videos im Monat und die Videoauflösung ist auf 720p statt 1080p begrenzt. Wollt ihr Sora ausführlich testen oder regelmäßig damit arbeiten, werdet ihr mit diesem Abo also nicht weit kommen. Habt ihr bereits ein ChatGPT-Plus-Abo, ist es ein netter Bonus, dass ihr damit nun auch ein paar Clips generieren könnt.
Erster Eindruck
Auf den Europa-Rollout von Sora dürften sich viele KI-Fans gefreut haben. Das Tool hat bereits mit manchen beeindruckenden Clips für Aufsehen gesorgt. In unseren ersten Tests schleichen sich bei Sora jedoch viele der gleichen Fehler ein, die auch andere Video-KIs plagen: Unrealistische Physik, Ignorieren von Promptteilen, Schwierigkeiten beim Umsetzen sehr konkreter Ideen. Wie auch bei anderen KI-Tools braucht es Übung, Prompts so zu formulieren, dass man zufriedenstellende Ergebnisse erhält.
Der Preis fĂĽr die Pro-Version ist mit 200 US-Dollar im Monat nicht gerade gĂĽnstig. Je nach Einsatzzweck mĂĽsst ihr entscheiden, ob sich das fĂĽr euch rechnet.
Denkt ihr darüber nach, KI-Videos als Schnittbilder für die Videoproduktion zu verwenden, lohnen sich vielleicht eher Stock-Footage-Anbieter, die teils nur 30 bis 40 Euro monatlich kosten. Hier könnt ihr zwar nicht genau entscheiden, was im Bild zu sehen ist, habt aber oft längere Clips, die auch in 4K-Auflösung vorliegen.
Arbeitet ihr als Visual Artist und möchtet konkret mit KI-generierten Clips arbeiten, müsst ihr euch gut überlegen, ob es euch das Geld wirklich wert ist.
Unser erster Eindruck von Sora ist insgesamt also gemischt. Es kann tolle Bilder liefern, kommt aber noch mit einigen Macken und einem knackigen Preis daher.
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