Elektroauto Mini Countryman E bekommt etwas mehr Reichweite

Mit minimalen Eingriffen hebt Mini die Reichweite des Countryman E im WLTP auf mehr als 500 km. Die Batterie wurde dafür nicht vergrößert.

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Mini Countryman SE

(Bild: Mini)

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Etwas Feinschliff rund um die Batterie steigert die Reichweite des Countryman mit batterieelektrischem Antrieb im WLTP auf bis zu 501 km. Das sind etwa 40 km mehr als bisher. Um das zu erreichen, wurde mehr Netto vom Brutto freigegeben. Die unveränderte Batterie bietet nun einen nutzbaren Energiegehalt von 65,2 statt 64,6 kWh. Das allein hätte natürlich kein Plus an Reichweite von knapp 40 km gebracht. Dazu beigetragen haben soll auch ein neuer Siliziumkarbid (SiC) Inverter, der eine „hocheffiziente Energieumwandlung“ garantiere und „Leistungsverluste minimiere“, schreibt BMW. Radlager mit einem geringeren Rollwiderstand an der Vorderachse sollen ebenfalls ihren Teil beitragen.

WLTP Reichweite in km Verbrauch WLTP in kWh/100 km
Countryman E (bis 2025) 462 15,7 bis 17,4
Countryman E (ab 2026) 501 14,7 bis 16,4
Countryman SE ALL4 (bis 2025) 432 16,8 bis 18,5
Countryman SE ALL4 (ab 2026) 467 15,7 bis 17,4

An den Eckdaten verändert sich abgesehen davon nichts. Eine Vorkonditionierung der Batteriezellen ist über den Routenplaner und auch manuell möglich. An Wechselstrom kann serienmäßig mit bis zu 11 kW geladen werden. Gegen Aufpreis ist das auch mit maximal 22 kW möglich. Wer an Gleichstrom lädt, kann bis zu 130 kW nutzen. In Tests haben Modelle auf dieser Basis die maximal angegebene DC-Ladeleistung leicht übertroffen. Dennoch: Die Konkurrenz lädt zum Teil erheblich schneller. Einem Erfolg scheint das bislang nicht im Wege zu stehen. Der BMW iX1 lag unter den meistverkauften Elektroautos in Deutschland im vergangenen Jahr mit knapp 19.000 Zulassungen auf Platz sechs.

Ein Mini Countryman E kostet derzeit mindestens 38.120 Euro, mit Allradantrieb und mehr Leistung werden für den Countryman SE ALL4 momentan 43.320 Euro fällig. Der technisch identische BMW iX1 ist mit wenigstens 48.800 Euro erheblich teurer. Die BMW Group nutzt eine Plattform für mehrere Marken. Der BMW iX1 und der Mini Countryman E bauen auf einer identischen Basis auf. Deshalb ist zu erwarten, dass der iX1 von den kleinen Eingriffen, die der Konzern dem Mini zukommen lässt, eher früher als später ebenfalls profitieren wird.

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(mfz)