Cowboy kündigt mehrere Rückrufzentren für C4 ST in Deutschland an
Der E-Bike-Hersteller Cowboy hat weitere Informationen zu seinem Rückrufprogramm für das Modell C4 ST veröffentlicht.
Cowboy wird in Deutschland mehrere Rückrufzentren für das C4 ST eröffnen.
(Bild: Cowboy)
Cowboy ist gerettet und gehört nun zum Großteil der französischen Rebirth Group. Der neue Mehrheitseigentümer hat die Verpflichtung übernommen, die im Mai 2025 wegen Rahmenbruchgefahr angekündigte Rückrufaktion des Cowboy C4 ST (MR) fortzuführen. Nun hat das Unternehmen ein erstes Update zum Programm auch für Deutschland veröffentlicht. Zuletzt hatte Cowboy lediglich angekündigt, das Rückrufprogramm in den kommenden Wochen auf Dänemark und Deutschland auszuweiten.
Mehrere Rückrufzentren für Deutschland
In einer Mail, die Cowboy an Betroffene geschickt hat und heise online vorliegt, hat das Unternehmen erklärt, dass die ersten betroffenen Bikes mit hoher Laufleistung auf neue Rahmen umgebaut und an ihre Besitzerinnen und Besitzer zurückgegeben wurden.
Zurzeit seien die ersten Rückrufzentren in Paris, Amsterdam, Brüssel, Kopenhagen, Berlin und Hamburg geöffnet. In Deutschland existieren derzeit bereits zwei, obwohl sich im vergangenen Jahr zunächst abzeichnete, dass Cowboy nur ein Rückrufzentrum in Berlin für Deutschland öffnen sollte.
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Bei den zwei Rückrufzentren in Deutschland werde es nicht bleiben: Denn neben einem Rückrufzentrum in London seien für Deutschland weitere in den Städten Düsseldorf und München in Vorbereitung. Laut Cowboy sollen die Abläufe kontinuierlich skaliert werden, „um die monatliche Rahmenwechselkapazität zu erhöhen“. Hier scheint sich schon die Übernahme durch die Rebirth Group auszuwirken.
Außerdem sagt Cowboy, dass Kunden nach der Abgabe ihres Bikes in einem Rückrufzentrum den gesamten Prozess vom Eingang über den Rahmenwechsel bis zur Rückgabe mitverfolgen können. Zudem sollen Räder mit höherer Laufleistung priorisiert werden. Deren Besitzer würden Informationen über die Eröffnung neuer Rückrufzentren zuerst erhalten. Wann das passieren wird, hat Cowboy noch nicht verraten.
Das Unternehmen erklärt zudem, dass sich die Rückrufaktion so lange hinziehe, da man eine „komplett neue Rückrufstruktur, von Anfang bis Ende“ aufbauen musste. Diese umfasse „Suche, Verhandlung und Aufbau geeigneter Rückrufzentren“ sowie „Ortsauswahl, Schulung und Koordination lokaler Partner“. Die finanzielle Schieflage von Cowboy sowie langwierige Verhandlungen mit der Rebirth Group dürften auch einiges an Zeit gekostet haben. Kunden warten derweil seit 9 Monaten darauf, dass sie ihre E-Bikes wieder sicher fahren können.
(afl)