Crash Detection: Auf dem Autodach vergessenes iPhone stürzt ab und sendet Notruf
Bei Eisleben hat ein herrenloses iPhone am Sonntag automatisch einen Notruf abgesetzt. Es war auf einem Autodach vergessen worden und dann heruntergefallen.
(Bild: Pradeep Thomas Thundiyil/Shutterstock.com)
Im Süden Sachsen-Anhalts hat ein verloren gegangenes Smartphone am Sonntag einen automatischen Notruf ausgelöst und zu einem Einsatz von Rettungskräften sowie Polizei geführt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Polizeiinspektion Halle. Ereignet hat sich der Vorfall in der Nähe von Eisleben, das iPhone war vorher auf dem Autodach abgelegt worden und dann an einer Kreuzung heruntergefallen. Dabei hat die Unfallerkennung (Crash Detection) den automatischen Notruf ausgelöst. Als die Polizei und die Rettungskräfte den gemeldeten Ort erreichten, fanden sie keine Person, die Hilfe benötigte, sondern lediglich das am Straßenrand liegende Smartphone. Der Besitzer des Telefons habe schnell ausfindig gemacht werden können und sein Gerät zurückerhalten.
Kein Einzelfall
Apples Unfallerkennung ist seit dem Jahr 2022 Teil von aktuellen iPhones und Apple-Watch-Computeruhren, sie soll bei Autounfällen schnell für Hilfe sorgen. Die Geräte fragen dafür Daten verschiedener Sensoren ab und Algorithmen entscheiden dann im Einzelfall, ob der Ernstfall tatsächlich eingetreten ist oder nicht. Wenn die Unfallerkennung aktiv ist, kontaktiert eine Apple Watch oder ein iPhone den Rettungsdienst danach aber erst, wenn der Nutzer oder die Nutzerin den Notruf nicht innerhalb von 40 Sekunden abweist. Dann werden die aktuellen Standortdaten übermittelt, damit das verunfallte Fahrzeug schnell gefunden werden kann.
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Nachdem Apple die Crash Detection eingeführt hat, gab es immer wieder Berichte über Fehlalarme. Unter anderem in Skigebieten und Freizeitparks wurde die Funktion unerwünscht ausgelöst. Vor zwei Jahren hat ein Fall in den USA für Aufsehen gesorgt, als ein Gerät um Hilfe gerufen hat, der Besitzer sich aber selbst Hilfe gesucht hat. Er wurde dann unter anderem mit einem Helikopter gesucht. Der Fall bei Eisleben ist nun nicht einmal der erste in Sachsen-Anhalt, bei dem ein auf dem Dach vergessenes Smartphone die Polizei gerufen hat. Ende 2023 ist so etwas schon einmal bei Rottleberode passiert. Die Polizei hat damals darum gebeten, „Verkehrsteilnehmer mögen ihre Sachen sicher verstauen, um mögliche Gefahren zu minimieren oder Fehlalarme zu verhindern“.
(mho)