Steigende Spritpreise: Interesse an Elektroautos steigt

Die gestiegenen Kosten für Benzin und Diesel führen offenbar bei vielen Interessenten zu einem Umdenken: Das E-Auto wird auf Plattformen nun häufiger gesucht.

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Skoda Elroq

Derzeit eines der meistverkauften Elektroautos auf dem deutschen Markt: Skoda Elroq (Test)

(Bild: Florian Pillau / heise Medien)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Die aktuelle politische Situation im Nahen Osten hat Einfluss auf die Energiepreise: Seit Ausbruchs des Kriegs rund um den Iran haben unter anderem die Kraftstoffpreise stark angezogen. Die zwei großen Onlineplattformen Carwow und Meinauto.de berichten, dass diese Entwicklung messbare Auswirkungen auf das Interesse an Elektroautos hätten. Demnach denken mehr Menschen als zuvor über einen Wechsel vom Verbrenner zum E-Auto nach.

„Steigende Ölpreise wirken sich unmittelbar auf das Interesse an Elektroautos aus. Unsere Daten zeigen: Seit dem 28. Februar ist der Anteil der E-Auto-Konfigurationen von 55 Prozent auf bis zu 63 Prozent am Wochenende gestiegen“, sagt Philipp Sayler von Amende, CEO von Carwow Deutschland. Im Wochendurchschnitt lägen Elektroautos bei rund 59 Prozent. Das zeige, dass viele Verbraucher auf steigende Spritkosten reagieren. Meinauto.de verzeichnet nach eigenen Angaben ein deutlich gestiegenes Interesse an Themen rund um günstigeres Autofahren. Besonders Angebote und Inhalte zu alternativen Kraftstoffen wie Elektro und E20 sowie Ratgeber zum Spritsparen werden derzeit überdurchschnittlich häufig aufgerufen, sagte ein Sprecher.

Während Elektroautos zulegen, verlieren klassische Antriebe Carwow zufolge leicht an Nachfrage. Benzin- und Dieselmodelle kämen zusammen nur noch auf rund 23 Prozent der Konfigurationen und lägen damit unter dem Niveau von Ende Februar. „Hybride bewegen sich mit etwa 15 Prozent dagegen relativ stabil“, erklärt Carwow-CEO Sayler von Amende.

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Ein Rückgang des Interesses an Mobilität insgesamt ist laut Meinauto.de nicht zu beobachten. Bei der konkreten Kaufentscheidung zeige sich jedoch eine gewisse Zurückhaltung. Man spüre derzeit, dass einige Interessenten ihre Entscheidung für ein neues Auto etwas aufschieben und zunächst abwarten würden, wie sich Energiepreise und die geopolitische Lage entwickelt.

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Das Bundesumweltministerium hatte im Januar angekündigt, dass Privatkunden beim Kauf von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Range Extender wieder eine staatliche Förderung bekommen können. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen liegt sie zwischen 1500 und 6000 Euro. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen, bis zu denen sie ausgezahlt wird – diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro. Das Kundeninteresse sei kurz nach der Ankündigung der neuen Förderung sprunghaft gestiegen, bestätigten Carwow und Meinauto.de.

(mfz)