Apple beerdigt Mac Pro offiziell – kein Nachfolger geplant
Apple hat sich erstmals zum Schicksal des Mac Pro geäußert. Die beim M2 Ultra stecken gebliebene Workstation soll nicht wieder aufleben.
Apples letzter Mac Pro, hier in der Variante von 2019: Design ikonisch, Hardware veraltet.
(Bild: Apple)
Nach langer Leidens- (für die Kunden) und Schweigephase hat sich Apple offenbar dazu entschieden, den Mac Pro endgültig zu beerdigen. Gegenüber dem Apple-Blog 9to5Mac bestätigte der Konzern, dass es das Gerät in seiner aktuellen Variante mit völlig veralteten M2-Ultra-Chip nicht mehr geben wird. Doch dabei bleibt es nicht: Es sei bestätigt worden, dass es „keine Pläne“ gibt, neue Modelle („future Mac Pro hardware“, so 9to5Mac) auf den Markt zu bringen. Tatsächlich verschwand der Mac Pro bereits von Apples Website, darunter auch der deutschen. Ruft man die alte URL auf, landet man auf der Mac-Übersichtsseite.
M5 Ultra und M5 Extreme
Der Mac Pro war zuletzt im Sommer 2023, also vor bald drei Jahren, überholt worden. Danach warteten Profi-Kunden darauf, dass Apple die Workstation erneut aktualisiert. Doch der M3 Ultra, den Apple im Frühjahr 2025 im Mac Studio verbaute (alternativ mit dem M4 Max), erreichte den Mac Pro nie. Zwischenzeitlich war kolportiert worden, dass der Mac Pro einen noch nicht vorhandenen „M5 Ultra“ bekommen könnte – oder einen Vierfachchip namens „Extreme“, der zwei Ultra-Einheiten zusammenfasst. Doch daraus wird nun nichts.
Zuletzt dürften nur noch wenige Kunden den Mac Pro erworben haben. Die Preise bewegten sich weiter bei deutlich über 5000 Euro, konnten leicht in die Zehntausende gehen. Eine Konfiguration mit 64 GByte RAM und 1 TByte SSD hat so aktuell noch einen Handelspreis von über 7500 Euro. Der Mac Pro wurde neben der Tower-Variante auch in einer Rack-Version offeriert.
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Keine Grafikkarten unterstützt
Mit dem Übergang zu Apple Silicon mit dem M2 Ultra hatte sich mehr und mehr die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Mac Pro gestellt. Denn zwar ermöglichte die Workstation den Einbau von Audio- und Video-Erweiterungskarten, SSDs-Platinen und Festplatten, externe Grafikkarten unterstützt Apple Silicon aber nicht. Somit fielen zentrale Anwendungsfälle des alten Intel-basierten Mac Pro, den Apple 2019 mit einem neuen Design ausgestattet hatte, aus. Wie es nach dem Mac Pro weitergeht, bleibt unklar. Viele Profis setzen mittlerweile auf den kompakten Mac Studio, der aber keine internen Erweiterungsmöglichkeiten (bis auf SSD-Module von Drittanbietern) bietet.
Neben dem Mac Pro selbst stellt Apple auch das Zubehör ein, das in den vergangenen Jahren immer wieder für Schmunzler sorgte: Darunter die anfangs fast 500 Euro teuren Rollen (aktueller Amazon-Preis: 850 Euro), die sich Bastler auch in Skateboards einbauten. Wer ein Erinnerungsschnäppchen sucht: Bei Amazon werden derzeit Mac-Pro-Füße verkauft – zum Schnäppchenpreis von unter 180 Euro.
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(bsc)