E-Mobilprojekt für Nutzfahrzeuge im Ruhrgebiet

Mehrere Unternehmen haben im Ruhrgebiet ein Projekt zur Erforschung der Nutzbarkeit von Elektrolastwagen gestartet. Im Einsatz sind elf Lkw vom 7,5- bis 12-Tonner mit Reichweiten von 80 bis 200 Kilometern

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  • Gernot Goppelt

Mehrere Unternehmen haben im Ruhrgebiet ein Projekt zur Erforschung der Nutzbarkeit von Elektrolastwagen gestartet. Im Einsatz sind elf Lkw vom 7,5- bis 12-Tonner mit Reichweiten von 80 bis 200 Kilometern. Der Bund unterstützt das Leuchtturmprojekt "ELMO – elektromobile urbane Wirtschaftsverkehre" mit 1,6 Millionen Euro. Als Unternehmen sind der Paketservice UPS, der Wäscheservice CWS-boco und der 1-Euro-Discounter Tedi dabei. Wissenschaftliche Begleitarbeit leistet das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik.

Die Betriebe wollen vor allem die Praxistauglichkeit ermitteln. Stimmt die nominale Reichweite mit dem realen Wert überein oder bleiben die Fahrzeuge frühzeitig liegen? Sind die Fahrzeuge zuverlässig und lässt sich auf Dauer Geld sparen? Der Tedi-12-Tonner sei erst der zweite e-Lkw dieser Größenordnung in Deutschland, sagte Dirk Inger vom Bundesverkehrsministerium am Dienstag in Dortmund. Größere Fahrzeuge seien heute kaum realistisch. Die Größe der Batterien übersteige dann den Nutzwert.

Der Wäscheservice hat zwei 7,5-Tonner mit 120 Kilometer Reichweite gewählt. Üblicherweise nutzt der Service 5-Tonner aus Erdgas- oder Dieselbasis. CWS boco setzt die Lkw bereits seit zwei Monaten im bergigen Solingen und im flachen Bochum ein. Dort soll die unterschiedliche Belastung durch die Wegstrecke getestet werden. Tedi will zwei Touren täglich fahren und zwischendurch mittels Schnellladesystem zutanken.

Inger betont, dass vor allem das Personal geschult sein müsse. Ansonsten lasse sich der positive Effekt der E-Fahrzeuge nicht ausschöpfen. Bei Hybridbussen sei die Energieersparnis sehr unterschiedlich ausgefallen. Größtenteils sei die vom Hersteller vorhergesagte Einsparung von 20 Prozent aber deutlich höher ausgefallen.

Die Wirtschaftsförderung Dortmund rechnet mit Vorteilen für E-Transporter. Es wären Belieferungsmodelle mit Ausnahmegenehmigungen denkbar, zum Beispiel in Fußgängerzonen oder in der Nacht. (dpa)

(ggo)