Rückgaberecht für Apps erneut gefordert

Der Kieler Verbraucherschutzminister hat sich für ein Widerrufsrecht beim Kauf von Software in App Stores für Mobilgeräte ausgesprochen – eine Gesetzesinitiative soll es richten.

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Bei Problemen mit iOS-Apps kann man sich direkt an Apple wenden

Schleswig-Holsteins Verbraucherschutzminister Reinhard Meyer (SPD) fordert ein generelles Widerrufsrecht beim Kauf von Apps – beispielsweise in Apples App Store. "Bislang ist es kaum möglich, nicht den Erwartungen entsprechende Apps nach dem Kauf wieder zurückzugeben", erklärte Meyer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur – das funktioniere mit einem MP3-Player oder dem Bügeleisen doch auch.

Auf der Verbraucherschutzminister-Konferenz im Mai will sich Meyer für eine entsprechende Gesetzesinitiative auf Bundesebene einsetzen.

Ähnliche Forderungen nach einem App-Rückgaberecht gab es auch im vergangenen Jahr von Hessens damaliger Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich – der Branchenverband Bitkom bezeichnete das Anliegen umgehend als "realitätsferne Überregulierung".

Apples App Store für iOS-Software sieht nach dem Download keine Rückgabe mehr vor – allerdings verhält sich Apple gewöhnlich kulant bei einzelnen Rückerstattungen des Kaufbetrages. Google Play erlaubt wiederum, Apps innerhalb von 15 Minuten nach Kauf zurückzugeben. Windows-Phone-Entwickler können ihre Software als Probeversion über den Windows Phone Store vertreiben, deren voller Funktionsumfang sich dann erst bei Kauf freischaltet. (Mit Material der dpa) / (lbe)