Nortel will 3500 Stellen streichen

Die Restrukturierung des Unternehmens soll jährliche Einsparungen von bis zu 500 Millionen US-Dollar bringen.

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Nortel Networks Corporation will 3500 Mitarbeiter oder zehn Prozent der Gesamtbelegschaft bis zum Ende des Jahres nach Hause schicken. Dies hat der größte nordamerikanische Telecom-Ausrüster heute mitgeteilt. Nortel erwartet Kosten von 300 Millionen US-Dollar bis 400 Millionen US-Dollar und jährliche Kostenersparnisse von 450 Millionen Dollar bis 500 Millionen US-Dollar.

Nortel, das derzeit noch an der endgültigen Bilanz für 2003 sowie für das zweite Quartal 2004 arbeitet, teilt mit, der Umsatz habe im ersten Quartal 2004 schätzungsweise 2,5 Milliarden und im zweiten Quartal 2,6 Milliarden betragen. Der Gewinn je Aktie habe jeweils bis zu 0,01 US-Dollar betragen. Endgültige Zahlen sollen zum Ende des dritten Quartals vorliegen.

Derweil geht die Überarbeitung der Bilanzen weiter. Nortel hatte am 28. April seinen Unternehmenschef Frank Dunn sowie den Finanzchef Douglas Beatty und den Leiter der Bilanzabteilung Michael Gollogly entlassen. Nun müssen sieben weitere Verantwortliche gehen, nachdem Nortel erstmals Fehler zugegeben hat. Das Unternehmen hatte im April angekündigt, dass der Gewinn für 2003 -- der zunächst 499 Millionen US-Dollar betragen haben soll -- wahrscheinlich um rund 50 Prozent reduziert werden muss und dass es für 2001 und 2002 wahrscheinlich eine Reduzierung der Verluste geben wird. (anw)