iTunes, MyTunes...OurTunes

Das Open-Source-Projekt OurTunes erlaubt es, ĂĽber iTunes im LAN freigegebene MP3- und AAC-Songs abzuspeichern.

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Apple hat mit dem Update auf iTunes 4.5 eine verbesserte Authentifizierung eingeführt und so die Sicherheitslücke gestopft, die zuvor das Abspeichern von im Netzwerk freigegebener iTunes-Musik via MyTunes ermöglichte. Nun gibt es mit OurTunes ein weiteres Programm, das die im Netz freigegebene Songs speichert. Tatsächlich war dies nur eine Frage der Zeit, denn schon kurz nach der Veröffentlichung von iTunes 4.5 war es dank der libopendaap erneut möglich, beispielsweise mit dem TunesBrowser unter Linux den iTunes-Shares zu lauschen.

Das in Java implementierte, betriebssystemĂĽbergreifend einsetzbare OurTunes listet freigegebene iTunes-Songs auf und bietet im Unterschied zu MyTunes eine Suchfunktion. Die Songs lassen sich -- vom Freigebenden unbemerkt -- ĂĽbers lokale Netz auf der eigenen Festplatte abspeichern. Allerdings scheint die automatische Erkennung von iTunes-Freigaben via Rendezvous (auch bekannt als "ZeroConf") nicht immer richtig zu funktionieren: Bei einem ersten Test von heise online tauchten die iTunes-Freigaben eines Mac auf einem Windows-System gar nicht erst als "Hosts" in OurTunes auf; der umgekehrte Weg funktionierte dagegen einwandfrei.

Die Entwickler weisen selbst darauf hin, dass sich ihr Programm trotz der hohen Versionsnummer 1.3 noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet und man daher noch mit Fehlern rechnen müsse. Wenn es funktionierte, speicherte OurTunes die MP3- und AAC-Songs deutlich schneller als in Echtzeit. Geschützte Songs landeten zwar auch auf der lokalen Platte, ließen sich jedoch ohne die benötigte Apple-ID-Kennung nicht abspielen. (vza)