3D-Kamera für Prosumer, Kompakte für große Bilder

Zwei Neuheiten für Technologie-Enthusiasten im TR-Kurzcheck.

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Zwei Neuheiten für Technologie-Enthusiasten im TR-Kurzcheck.

Dreidimensional hochauflösend

Räumliches Kino liegt seit dem Erfolg des Hollywood-Blockbusters "Avatar – Aufbruch nach Pandora" voll im Trend. Inzwischen müssen jedoch Regisseure nicht mehr mit teuren und über 200 Kilogramm schweren Spezialsystemen mit mehreren Kameras drehen. Der bislang kleinste Profi-Camcorder für solche plastische Aufnahmen bietet Panasonic an. Nur 3,2 Kilo schwer, nimmt die AG-3DA1 die 3D-Bilder in sogenannter Full-HD-Auflösung, also mit 1920 mal 1080 Bildpunkten, auf.

Das Gerät integriert alle Komponenten: Zwei Linsen, Kamerakopf und ein doppeltes SD-Speicherkarten-Aufnahmesystem mit jeweils 32 Gigabyte, was für 180 Minuten im Profiformat AVCHD PH ausreichen soll. Praktischerweise übernimmt der Camcorder die sonst für perspektivisch korrekte Bilder notwendige 3D-Kalibrierung selbst, die bei Mehrkamera-Systemen wertvolle Minuten kostet, so dass man ihn ähnlich einfach wie eine herkömmliche 2D-Kamera einsetzen kann. Aufgrund der Größe kann die AG-3DA1 sogar von Fernsehteams eingesetzt werden, um 3D-Nachrichtenbilder einzufangen. Im Preis allerdings übertrifft die AG-3DA1 herkömmliche Videokameras noch deutlich.

Produkt: Full HD-3D-Camcorder AG-3DA1
Anbieter: Panasonic
Preis: rund 18.000 Euro


Klein und scharf

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) liefern dank großer Sensorflächen zwar hervorragende Bilder, haben aber nicht den Ruf, besonders kompakt zu sein: Nutzer der Geräte fallen mit ihrer Ausrüstung garantiert auf und auch das Handling ist in schnellen Knipssituationen nicht immer das Beste. Die neue Kameraklasse der Micro-Four-Third-Geräte (MFT) soll nun einen Kompromiss zwischen den exzellenten DSLR-Bildern und praktischer Portabilität bieten. Daneben lassen sich mittels Adapter fast alle wichtigen Linsen nutzen.

Zur neuesten Generation der MFTs gehört die Olympus PEN E-P2. Sie ist das bereits dritte Gerät mit der Technik, das die Japaner auf den Markt bringen, und merzt einige Fehler des Vorgängers E-P1 aus. So wird im Set standardmäßig ein elektronischer Sucher mitgeliefert, ein Bildstabilisator verhindert Verwackler und ein neuer Zubehörschuh erlaubt es endlich auch, externe Mikrofone anzuschließen. Neben Einzelbildern schießt die E-P2 auch hochauflösende Videos mit bis zu 720p. Das Gerät wird im Paket mit verschiedenen Standard-Linsen (Pancake, 14-42mm) verkauft, kann aber auch nur als Body erworben werden.

Produkt: Olympus PEN E-P2
Anbieter: Olympus
Preis: rund 880 Euro (bsc)