KI ersetzt Arbeitsplätze in der IT-Branche – und schafft neue
Deutsche Unternehmen sind sich uneins, ob KI Stellen schaffen oder ersetzen wird. Eine höhere Produktivität durch KI-Nutzung erwarten aber viele von ihnen.
(Bild: photoschmidt/ Shutterstock.com)
Die langfristigen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt in der IT-Branche sind weiterhin ungewiss. Eine Studie des Digitalverbandes Bitkom zeichnet ein differenziertes Bild. Unternehmen haben zu den Folgen der KI-Nutzung unterschiedliche Ansichten. So erwarten Firmen aufgrund von KI-Anwendungen sowohl einen Stellenabbau als auch einen zusätzlichen Bedarf an IT-Fachkräften. In welche Richtung sich die Anzahl der Arbeitsplätze entwickelt, hängt den Unternehmen zufolge vom jeweiligen Berufsbild ab.
KI wird Berufe in der IT verändern
Dass durch den Einsatz künstlicher Intelligenz Arbeitsplätze in der IT-Branche verloren gehen, erwarten 15 Prozent der Unternehmen. Umgekehrt rechnen 38 Prozent damit, dass sie aufgrund von KI-Anwendungen zusätzliche Jobs ausschreiben müssen. Ein Fünftel der Firmen ist sich sicher, dass KI Stellen übernehmen wird, die sich nicht besetzen lassen. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sieht in KI keine Bedrohung für den Arbeitsmarkt. Stattdessen sei sie "eine Chance, die Fachkräftelücke zumindest teilweise zu schließen."
Einig sind sich die Unternehmen jedoch darin, dass künstliche Intelligenz die Berufe in der IT verändern wird. So erwartet ein Drittel der Unternehmen, dass sich neue Berufsbilder etablieren können, etwa KI-Trainer oder Prompt Engineers. Rund ein Viertel sieht künftig einen Schwund einzelner Berufsbilder, während 18 Prozent damit rechnen, dass es bald keine Nachfrage mehr für IT-Fachkräfte ohne KI-Kenntnisse geben wird. An eine erhöhte Produktivität durch KI-Nutzung glauben 44 Prozent der Firmen, weil Beschäftigte bei Routineaufgaben entlastet werden.
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Für die Studie befragte Bitkom 852 deutsche Unternehmen mit mindestens drei Beschäftigten, wie sich der Beruf von IT-Fachkräften durch den KI-Einsatz verändern werde. Der Verband zählt über 2000 Mitglieder, die überwiegend der IT- und Telekommunikationsbranche angehören. Er vertritt öffentlich ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen. Zuletzt zeigte eine andere Studie von Bitkom, dass die Hälfte der Arbeitnehmer über die Weihnachtstage erreichbar ist.
(sfe)