Viel Leistung: Flexibles USB-PD-Trigger-Board für Maker
Bis zu 100W aus einem USB-PD-Netzteil stellt diese USB-C-Trigger-Lösung bereit. Die Spannung ist fix oder per Potenziometer stufenlos einstellbar.
(Bild: CentyLab)
USB-C-PD-Trigger-Boards gibt es wie Sand am Meer. Möchte man spezielle Features, gute Dokumentation und vielleicht sogar eine stufenlose Spannungseinstellung, wird es dünn mit dem Angebot. Das Board von CentyLab (je nach Vertrieb etwa 14 Euro aus Europa) kombiniert eine feste, auch nach Neustart immer gleiche Spannung, mit einem Potenziometer, sodass man das Board auch als „Programmable Power Supply“ (PPS) einsetzen kann.
(Bild: CentyLab)
Nach PD-Definition sind die Standardspannungen von 5, 9, 12, 15 und 20 V per Lötbrücke wählbar, mit der PPS-Funktion ist stufenlos eine Spannung von 3,3 bis 21V einstellbar. Je nach PD-Netzteil können dabei bis zu fünf Ampere geliefert werden.
Durch die Verwendung des USB-PD-Standards kann der PPS-Modus innerhalb seines Spannungsbereichs (3,3 –11 V bzw. 3,3 –21 V) den gleichen oder einen höheren Strom als der feste PD-Wert (PDO) liefern, einige Ladegeräte können hierbei aber Probleme verursachen, der Entwickler gibt aber Hinweise welche Ladegeräte voll kompatibel sind. Auch die Kabelfrage wird in der Dokumentation geklärt (eMark-Kabel).
(Bild: CentyLab)
Das Gerät versucht immer zuerst, eine Verbindung über das PPS-Profil herzustellen. Wenn das USB-C-Ladegerät nicht PPS-fähig ist oder der PPS-Spannungsbereich unter der ausgewählten Spannung liegt, wird ein festes PDO verwendet.
Es gibt keine Strombegrenzung, man kann bis zum Nennstrom des Ladegeräts Leistung ziehen. Eine höhere Stromaufnahme führt dazu, dass das Ladegerät nach einigen Sekunden zurückgesetzt und neu verbunden wird. Dies ist eine Standard-Sicherheitsfunktion in USB-PD-Ladegeräten. Aktuell ist aber bereits eine neue Version mit regelbarer Strombegrenzung (V2.x) in der Entwicklung.
Egal, ob man einfach ein flexibles Board braucht oder das Know-how, CAD-Dateien und die Quellen des Entwicklers nutzen möchte, um eine eigene Schaltung mit einer flexiblen Spannungsversorgung zu entwickeln: Hier wird man fündig und unterstützt den Entwickler. Hoffen wir, dass das Design nicht zu schnell kopiert und auf Handelsplattformen massenweise verscheuert wird.
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(caw)