Montag: Lenovos Laptop-Konzepte zum MWC, Callcenter-KI gegen Mitarbeiter-Akzente

Display-Ideen von Lenovo + KI zur Sprachoptimierung in Echtzeit + Mähroboter mit 3D-Kameras & KI + Outlook-Ausfall behoben + US-Cyberkräfte ignorieren Russland

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Callcenter symbolisiert durch 2 Playmobil-Figuren; Montag: Notebook-Bildschirmideen, KI-Akzentneutralisierung, Mähroboter-Orientierung, Outlook-Ausfall & Cyber-Kurswechsel

(Bild: Bryce Johnson CC-BY 2.0)

Lesezeit: 7 Min.
Von
  • Frank Schräer

Lenovo zeigt auf dem MWC 2025 in Barcelona einige interessante Konzepte, die das Notebook in verschiedene Richtungen weiterdenken. Das umfasst ein Notebook mit Solarzellen im Deckel und Display-Erweiterungen wie ein ausfaltbarer Monitor sowie ansteckbare Bildschirme und Gadgets. Bislang sind dies nur Produktideen. Konkret eingesetzt wird hingegen KI in Callcentern zur 'Akzentneutralisierung'. Statt Callcenter-Mitarbeiter durch KI zu ersetzen, nutzt Teleperformance diese KI-Technik, damit Kunden die Mitarbeiter besser verstehen können. Das wird bisher für Englisch genutzt, aber weitere Sprachen wie etwa Deutsch sollen bald ebenfalls unterstützt werden. Auf dem MWC gibt es neben Laptops und Smartphones auch Smart-Home-Produkte zu sehen, etwa die neuen Mähroboter Eufy E15 und E18 der chinesischen Firma Anker. Diese kommen ohne Begrenzungsdraht und Real Time Kinematik. Beim Mähen des Rasens orientieren sie sich mit einem ausgeklügelten Kamerasystem und KI – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Messen wie der MWC in Barcelona sind immer auch die Bühne für interessante Konzepte und Prototypen. Lenovo zeigt gleich drei davon, die allesamt mit Notebooks zu tun haben und deren Möglichkeiten erweitern sollen. Der klare Eyecatcher unter den Prototypen ist das Thinkbook Flip. Lenovo hat sich hier beim Display ausgetobt und einen faltbaren Monitor eingebaut, der aufgeklappt eine Diagonale von 18,2 Zoll besitzt. In der jetzigen Form wird das Thinkbook Flip nicht auf den Markt kommen. Das gilt auch für das Solar-Notebook Lenovos, ein normales Notebook mit einer Solarzelle im Deckel, die bei der Stromerzeugung helfen soll, sowie zwei Extra-Displays und Gadgets zum Andocken. Das sind die Lenovo-Konzepte auf dem MWC 2025: Triple-Display, Solar und flexibler Bildschirm.

In Indien und Asien wird auch Englisch gesprochen, aber manchmal dauert es eine Weile, bis man sich an den Akzent und die unterschiedliche Betonung gewöhnt hat. Dieses Problem haben auch Kunden von Callcenter-Betreibern wie Teleperformance, die dort Mitarbeiter beschäftigen. Mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) werden die Akzente dieser Mitarbeiter während des Gesprächs nun in Echtzeit gefiltert und in akzentfreie Sprache geändert. Durch diese sogenannte 'Akzentneutralisierung' sollen die Mitarbeiter von den Kunden besser verstanden werden. Momentan wird dieser KI-Filter auf Englisch angewendet, doch weitere Sprachen wie etwa Deutsch sind geplant: KI verhilft Callcenter-Mitarbeitern in Echtzeit zu akzentfreier Sprache.

Kein Begrenzungsdraht, keine RTK-Antenne (Real Time Kinematic) für eine Satellitenverbindung: Die Mähroboter Anker Eufy E15 und E18 orientieren sich mithilfe eines ausgeklügelten Kamerasystems im Garten. Die beiden auf dem MWC vorgestellten Geräte sind die ersten Mähroboter von Anker. Äußerlich sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Einziger Unterschied: Der E18 kann eine 1200 Quadratmeter große Rasenfläche bestellen, der E15 schafft nur Grundstücksflächen von bis zu 800 Quadratmeter. Grund dafür ist nach Herstellerangaben ein besseres Navigationssystem im E18. Für den Eufy E18 ruft Anker einen Preis von 1500 Euro auf, der E18 kostet 1800 Euro, was sie zu den günstigsten ihre Art macht: Anker-Mähroboter mit 3D-Kameras und KI arbeitet ohne Begrenzungsdraht.

Wer mit der Microsoft-Anwendung Outlook seine E-Mails abrufen wollte, kam in der Nacht auf Sonntag nicht weit: Der Zugriff darüber war nicht möglich. Und auch andere Anwendungen der Microsoft365-Palette waren offenbar betroffen. Auf dem Portal für Netzausfälle "allestörungen" gab es bald schon tausende Meldungen. Dem dortigen Meldeverhalten zufolge ging die Störung am Samstagabend etwa zwei Stunden – von 21:30 bis 23:30. Die Meldungen beziehen sich auf Microsoft365-Programme im Allgemeinen, also auch Anwendungen wie die Kollaborationssoftware Microsoft Teams. Nutzerberichte auf sozialen Medien drehten sich aber vor allem um den E-Mail-Klienten Outlook, für den offenbar problematischer Code ausgespielt wurde: Microsoft nennt Ursache für stundenlangen Ausfall von Outlook.

Pete Hegseth ist erst wenige Wochen US-Verteidigungsminister, doch das hält ihn nicht von einem Strategiewechsel ab, dessen Auswirkungen erst noch geklärt werden müssen: Das US Cyber Command, die oberste Kommandobehörde für Cyberaktivitäten des US-Militärs, soll keine weiteren Aktivitäten mehr planen, die sich auf Russland beziehen. Dazu wies Hegseth den Behördenchef und US-General Timothy Haugh an. Was genau Hegseths Anordnung umfasst und vor allem, wie sie sich auswirken wird, ist noch völlig unklar. Doch auch Hegseth selbst weiß es offenbar selbst nicht genau, denn jetzt soll das Cyber Command eine "Risikoanalyse" durchführen und auflisten, welche möglichen Gefahren noch weiterhin von Russland ausgehen könnten: US-Verteidigungsminister stoppt Russland-Planungen der Cyberkräfte.

Auch noch wichtig:

(fds)