Unpünktliche Züge: Bahn zahlt rund 200 Millionen Euro Entschädigung

Negativrekord bei der Deutschen Bahn: Wegen verspäteter Züge musste sie 2024 so viel Entschädigung an Fahrgäste zahlen wie nie.

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(Bild: Markus Mainka/Shutterstock.com)

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Verspätungen von Zügen schlugen bei der Deutschen Bahn (DB) im vergangenen Jahr heftig ins Kontor: Insgesamt 197 Millionen Euro Entschädigung musste sie an Fahrgäste zahlen, die aufgrund von Verspätungen darauf Anspruch hatten. Das teilte der staatseigene DB-Konzern mit.

Laut DB waren in den Servicecentern der Bahn rund 6,9 Millionen Entschädigungsanträge gestellt worden. Konzernsprecherin Anja Bröker erklärte dies per aktueller Stellungnahme. 2023 waren es noch 5,6 Millionen bearbeitete Anträge, die zu insgesamt 132,8 Millionen Euro Entschädigungszahlungen führten.

Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" berichtet. Ein DB-Sprecher sagte der Zeitung: "Wenn der Zug Verspätung hat und unseren Fahrgästen Entschädigungen zustehen, dann zahlen wir diese ohne Wenn und Aber. Und hohe Verspätungen ziehen hohe Entschädigungszahlungen nach sich." 80 Prozent der Verspätungen gingen 2024 demnach auf die marode und überlastete Infrastruktur zurück.

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In vorigen Jahr war die Deutsche Bahn so unpünktlich wie seit mindestens 21 Jahren nicht, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). So war mehr als jeder dritte Fernzug der Deutschen Bahn (DB) im vergangenen Jahr unpünktlich. Die Züge erreichten 37,5 Prozent der Halte mit einer Verspätung von mehr als 5:59 Minuten. Von den ICE- und IC-Zügen waren demnach 62,5 Prozent pünktlich.

(nen)