Alarmanlage für Handys, tragbares Netz
Bluenio schützt Handys vor Langfingern. Novatel baut überall kleine Funknetze auf.
Zwei Neuheiten für Technologie-Enthusiasten im TR-Kurzcheck.
Drahtlos gegen Diebe
Wem unterwegs schon einmal sein Gepäck abhanden gekommen ist, wird sich wünschen, eine Art mobilen Bodyguard dabei gehabt zu haben. Nio, ein Gadget des britischen Herstellers Tenbu, verspricht, diesen Job zu übernehmen: Mit Hilfe der Nahbereichsfunktechnik Bluetooth, die heutzutage in nahezu jedem Handy steckt.
Das Alarmsystem arbeitet als Kombination aus einer speziellen Hardware, dem handlichen Nio-Anhänger, und einer Software, die auf dem Handy installiert wird. Der mobile Wachhund funktioniert in zwei Richtungen: Entfernt sich der Anhänger mehr als 25 Meter vom Handy, etwa wenn dem Nutzer ein Koffer gestohlen wird, an dem ein Nio hängt, schlägt das Mobiltelefon Alarm. Wird dem Nutzer wiederum das Handy geklaut, macht sich der Anhänger bemerkbar. Aktuell funktioniert Nio mit Windows-Handys, Nokia-Smartphones und diversen Blackberrys. Versionen für Android und iPhone folgen noch in diesem Sommer.
Produkt: Nio
Anbieter: Bluenio
Preis: 50 Euro
Der Überall-Hotspot
Wer von unterwegs aus drahtlos per Laptop ins Netz gehen möchte, hat nicht besonders leicht: USB-Sticks, die aus dem Rechner ragen, müssen eingesteckt oder das Handy mühevoll als Zugangspunkt konfiguriert werden. MIFI, ein Kreditkarten-großes Gerät des US-Telekommunikationsausrüsters Novatel Wireless, soll das Internet nun wirklich portabel machen: In Form einer Drahtlos-Wolke, die man stets überall dabei hat. Dabei wird ein persönliches WLAN aufgebaut, wie man es sonst nur aus Hotels oder Flughäfen kennt.
Das Kästchen wählt sich per HSDPA-Technik mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde auf einen einzigen Knopfdruck ins Internet ein – ob der Anbieter Vodafone, T-Mobile oder O2 heißt, ist dabei egal, allerdings sollte man darauf achten, über eine Internet-Flatrate zu verfügen. Dann stellt MIFI dieses Signal wiederum per WLAN zur Verfügung – fertig ist der mobile Hotspot. Bis zu fünf Nutzer können ihn verwenden, da nahezu jeder Laptop heute über eine WLAN-Karte verfügt, sind kleine Gruppen im Nu vernetzt.
Dabei ist das Gerät so gestaltet, dass man es einmal aktivieren und dann vergessen kann. Das bereitgestellte WLAN ist verschlüsselt und nur durch den MIFI-Besitzer verwendbar. Daten zwischen verschiedenen Rechnern, die ein MIFI nutzen, lassen sich mit wenigen Klicks austauschen. Neben Laptops lassen sich auch Smartphones oder Tablet-PCs einbinden.
Produkt: MIFI 2352
Hersteller: Novatel Wireless
Preis: 250 Euro
(bsc)