Personaler bleiben: Unternehmen sind beim KI-Einsatz im Recruiting zurückhaltend
KI spielt im Bewerbungsprozess der meisten Unternehmen bislang keine Rolle. Fast die Hälfte der Firmen könnte sich bald digitale Vertragsabschlüsse vorstellen.
(Bild: CIRA/.CA domains)
Künstliche Intelligenz kommt im Bewerbungsprozess bislang selten zum Einsatz. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor. So nutzen aktuell vier Prozent der Unternehmen einen KI-Chatbot, der Fragen von Bewerbern beantwortet. Kompetenz- und Potenzialanalysen führen drei Prozent der Unternehmen KI-gestützt durch. Screenings von Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche mit KI gibt es nun in einem Prozent der Betriebe.
Interesse an KI im Recruiting ist begrenzt
Gleichzeitig sind Unternehmen auch beim möglichen Einsatz von künstlicher Intelligenz im Recruiting eher zurückhaltend. Zwei Drittel der Firmen gibt an, keine KI-Tools im Bewerbungsprozess nutzen zu wollen. Dennoch können sich etwa ein Viertel der Betriebe die Verwendung von KI in Chatbots für Bewerberfragen und Analysen vorstellen. 21 Prozent der Befragten halten KI-Screenings von Bewerbungen in ihren Unternehmen für denkbar. KI-gestützte Vorstellungsgespräche lehnen hingegen neun von zehn Betrieben ab.
Abseits von künstlicher Intelligenz gehören digitale Anwendungen bereits zum Standard. Nahezu bei allen Unternehmen können Bewerber ihre Unterlagen digital einreichen. Knapp zwei Drittel führen Vorstellungsgespräche per Videokonferenz, 15 Prozent wollen dies künftig tun. Ein vergleichsweise hohes Potenzial sehen Unternehmen beim digitalen Abschluss von Arbeitsverträgen. Bislang ist das in jedem vierten Betrieb möglich, 46 Prozent der Befragten können sich das für ihre Firma künftig vorstellen. Obwohl Firmen digitales Probearbeiten mehrheitlich ablehnen, sehen 31 Prozent darin eine mögliche Anwendung für die Zukunft.
Videos by heise
Für die Erhebung befragte der Bitkom 852 Unternehmen mit mindestens drei Mitarbeitern.
(sfe)