Montag: E-Flugtaxis mit Piloten in England, Aus für Google Assistant dank Gemini

E-Multicopter mit 240 km Reichweite + Gemini verdrängt Sprachassistent + Automaten als Postfilialen + Big-Tech für mehr Atomkraft + 25 Jahre IBM "Deathstar" HDD

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Joby-Flugtaxi im Testflug über New York; Montag: Virgin-Flugtaxis, Gemini-Zwangsumstieg, Automaten-Postfiliale, Atomkraft-Agenda & IBM-Festplattenende

Joby-Elektroflieger mit Virgin-Beschriftung

(Bild: Joby Aviation)

Lesezeit: 6 Min.

In Ballungsgebieten könnten senkrecht startende Elektroflieger keine Fiktion bleiben. Beim neuesten Versuch sollen Ziele und Reichweite stimmen. Rund um die britischen Großstädte London und Manchester könnten bald Flugtaxis Passagiere bis zu 240 Kilometer weit befördern. Diese fliegen allerdings nicht autonom und erfordern einen Piloten. Nicht nur in England, sondern weltweit wird der 2016 eingeführte Sprachassistent Googles noch dieses Jahr eingestellt. An seine Stelle tritt der KI-Assistent Gemini. Das ist nicht nur auf Smartphones beschränkt, sondern gilt auch für andere vernetzte Geräte, bei denen der Google Assistant bislang genutzt werden konnte. In Deutschland wird es vielerorts bald nicht mehr möglich sein, mit dem Verkäufer in einer Postfiliale zu plaudern. Denn einige automatisierte Poststationen werden offiziell als Postfiliale anerkannt. Das erlaubt der Deutschen Post, ihrer Filialnetzpflicht in dünner besiedelten Gegenden einfacher nachzukommen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Das US-Unternehmen Joby Aviation und die britische Fluglinie Virgin Atlantic haben sich auf eine weitreichende Kooperation geeinigt. Über Virgin soll man dabei Flüge mit den Multicoptern von Joby buchen können, die verschiedene Ziele im Großraum London ansteuern können. Die dicht besiedelte Region eignet sich für einen Linienbetrieb mit emissionsfreien und vergleichsweise leisen Elektrofliegern recht gut, wenn Joby seine Versprechen einhalten kann: Mit Pilot und fünf Passagieren sollen die Senkrechtstarter bis zu 240 Kilometer weit mit einer Akkuladung kommen und dabei bis zu 300 km/h erreichen können: Joby und Virgin Atlantic wollen Flugtaxis im Großraum London anbieten.

Google hat angekündigt, seinen bisherigen Sprachassistenten im Laufe dieses Jahres durch den eigenen KI-Assistenten namens Gemini zu ersetzen. Gemini ist bereits auf Smartphones verfügbar, wenn Anwender die entsprechende App manuell installieren. Doch Google wird den Umstieg bald forcieren, zumindest für geeignete Geräte. Das betrifft nicht nur Handys, sondern auch mit dem Smartphone vernetzte Geräte wie Tablets und Autos. Für heimische Anlagen wie Lautsprecher und Fernseher soll eine KI den Sprachassistenten ebenfalls ablösen. Wie das gelöst werden soll, will Google in den nächsten Monaten verraten, doch der Zwangsumstieg auf Gemini hat auch inhaltliche Tücken: Google setzt voll auf Gemini und verabschiedet dieses Jahr den Google Assistant.

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In Deutschland sind erstmals Automaten als offizielle Postfilialen anerkannt worden. Man habe neun Zulassungen für automatisierte Stationen anstelle von Universaldienstfilialen erteilt, heißt es in einem Schreiben der Bundesnetzagentur. Es handelt sich um sogenannte Poststationen, in denen Pakete abgegeben und abgeholt sowie Briefmarken gekauft und Briefe eingeworfen werden können. Solche Automaten gibt es zwar schon seit einigen Jahren, sie wurden bislang aber nicht als Filialen anerkannt – daher halfen sie der Post auch nichts zur Erfüllung ihrer Filialnetzpflicht. Denn die Post ist verpflichtet, in Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern eine Filiale zu haben. Das wird nun einfacher für die Post: Automaten gelten erstmals als Postfilialen.

Lange sollte die Welt ein Ort mit weniger Atomkraft werden, doch im Schulterschluss fordern diverse Großunternehmen einen radikalen Kurswechsel: Bis 2050 sollen sich die globalen Kapazitäten für Kernenergie verdreifachen. Eine entsprechende Absichtserklärung der World Nuclear Association, dem Branchenverband der Kernenergie, unterzeichneten jetzt Google, Meta, Amazon und weitere Unternehmen. Wegen des zunehmenden Energiebedarfs sehen sie alle den Schritt als unausweichlich. Mit ihrer Absicht sind die Unterzeichner des Papiers nicht allein. Es ist ein weiterer Schritt auf der Agenda, der sich bereits 20 Staats- und Regierungschefs angeschlossen haben: Siemens, Meta und weitere wollen Atomkraft auf der Welt bis 2050 verdreifachen.

Einen Blick zurück werfen wir auf IBMs Ende als Festplattenhersteller. Denn vor genau 25 Jahren erweiterte der Konzern seine Festplattenserie DTLA um zwei Modellreihen, die Deskstar 40GV und 75GXP. Dazu nutzte das Unternehmen erstmals Glasscheiben als Trägermaterial statt wie üblich Scheiben (Platter) aus einer Aluminiumlegierung. Doch nur kurz nach der Einführung der 75GXP bekam die Platte einen neuen Namen: IBM Deathstar. Der stammte natürlich nicht vom Hersteller, sondern von den Nutzern, die mit vielen Ausfällen konfrontiert waren. Viele Ausfälle kündigten sich durch ein Klicken an, manchmal auch ein Schnarren. Durch das Klick-Geräusch entstand der Begriff "Click of Death": Die Festplatte, die IBMs Festplattensparte den Garaus machte.

Auch noch wichtig:

(fds)