Umbau bei freiem Mac-Medienabspieler IINA: Plugin-System und mehr
Das alternative Abspielwerkzeug IINA fĂĽr macOS bekommt einen neuen internen Anstrich. Erweiterungen und User-Scripts lassen sich testen.
IINA-Mediaplayer auf dem Mac: Es muss nicht immer QuickTime sein.
(Bild: IINA-Projekt)
macOS kommt standardmäßig nicht mit einer einzelnen App, die alle gebräuchlichen Film- und Audioformate abspielen kann. So ist QuickTime etwa nicht in der Lage, MKV-Dateien wiederzugeben – und auch der Finder oder die TV-Anwendung von Apple nicht. Wer mehr Multimediaformate genießen will, benötigt Zusatztools. Neben dem VLC-Player dürfte IINA vom gleichnamigen Open-Source-Projekt die beliebteste Anwendung sein. Die selbst auf mpv basierende Software steht nun vor größeren Veränderungen: Es soll ein neues Plugin-System sowie User-Scripts geben.
Plugins leicht erstellbar
Die Funktionen lassen sich nun erstmals in der Betaversion von IINA 1.4.0 ausprobieren, die auf GitHub bereitsteht. Plugins sollen sich dank einer mächtigen, aber dennoch leicht bedienbaren API, schnell erstellen und einsetzen lassen.
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Als erste Beispiele sind ein OpenSubtitles-Plugin zum Beziehen von Untertiteln – das einfacher nutzbar ist als die bisherige Integration – und ein Online-Media-Plugin an Bord. Letzteres erlaubt es, Videos herunterzuladen, während sie schon laufen und schnell zwischen Qualitätsstufen zu wechseln. Die neuen User-Scripts sind wiederum selbst als Plugins ausgeführt.
Entwickler hoffen auf viele Plugins
Die IINA-Macher hoffen, dass durch Öffnung der Schnittstelle noch bessere Werkzeuge hinzukommen. Die Möglichkeiten sind breit, so können Plugins auch Streams managen, mit Events umgehen oder Playlisten einfacher editierbar machen. Eine Dokumentation haben die IINA-Macher im Web veröffentlicht.
IINA 1.4.0 kommt außerdem mit mehr Sprachen – etwa Hebräisch und Kroatisch –, besseres Shortcut-Management und diverse Bugfixes. IINA hat auch eine Browser-Erweiterung für Webvideos. Die unterstützten Wiedergabeformate sind reichhaltig, im Prinzip ist nichts Gebräuchliches dabei, was die App nicht selbst beherrscht. Die Bedienung ist angenehm und die App fühlt sich dank Coding in Swift wie eine echte macOS-Anwendung an. IINA ist kostenlos und steht unter einer GPLv3-Lizenz. Wann die Finalversion von IINA 1.4.0 erscheint, ist noch unklar. Wer sich für die Erstellung eigener Plugins interessiert, sollte sich allerdings sputen – dann ist er oder sie vielleicht schon zum Start dabei.
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Siehe auch:
- IINA: Download schnell und sicher von heise.de
(bsc)