Zahlreiche Kündigungen nach Verkauf der Gaming-Seite Polygon
Am Donnerstag hat Vox Media die Gaming-Seite Polygon verkauft, zahlreiche Redakteure und Redakteurinnen wurden offenbar direkt entlassen.
(Bild: Shutterstock.com/Tero Vesalainen)
Der US-Medienkonzern Vox Media hat das Gaming-Magazin Polygon verkauft und offenbar umgehend danach wurde eine ganze Reihe von Redakteuren und Redakteurinnen entlassen. Das geht aus der Pressemitteilung und zahlreichen Kurznachrichten der Betroffenen hervor. Gekauft wurde die Seite demnach vom kanadischen Medienunternehmen Valnet, das bereits verschiedene Magazine zu Spielen, Filmen und Comics betreibt, sowie hinter XDA Developers steht. Laut ArsTechnica ist Valnet aber auch für "ausbeuterische Arbeitsbedingungen und schnelllebige Clickbait-Inhalte" bekannt.
Erschütterte Reaktionen
Für die Entlassenen kamen die Kündigungen am gestrigen 1. Mai offenbar völlig überraschend. So hat die Reporterin Petrana Radulovic auf Bluesky geschrieben, dass sie noch Anfang der Woche daran gedacht habe, wie sehr sie ihre Arbeit liebt, "und jetzt habe ich meinen Job nicht mehr". Ihre Kollegin Ana Diaz bezeichnet sich als "ausgenommen, traurig und völlig am Arsch". Im selben Beitrag beschimpft sie Vox Media dafür, "diesen Scheiß" am Maifeiertag gemacht zu haben. Mit Matt Leone drückt ein weiterer Redakteur seinen Frust über die unerwartete Kündigung aus und schreibt, "offensichtlich habe ich keinen Job mehr".
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Polygon gibt es seit 2012 und hat sich schnell als wichtiger Teil der Berichterstattung über Spiele und die Gaming-Szene etabliert. Für Valnet bedeute die Übernahme eine "eindrucksvolle Bestätigung für das umfangreiche Engagement in den Gaming-Bereich", in den man seit Jahren investiere, erklärt jetzt Konzernchef Hassan Youssef. Der war einer der Gründer von Pornhub. Wie viel seine Firma für Polygon bezahlt hat, wurde nicht bekannt. Vox Media hat aber erklärt, dass die Transaktion es möglich mache, Energie und Ressourcen in andere Wachstumsbereiche zu investieren.
(mho)