Sony-Smartphone Xperia 1 VII: Länger Updates und ein schnellerer SoC

Das Sony Xperia 1 VII punktet mit ungewöhnlicher Ausstattung. In Sachen Updates zeigt sich Sony verbessert, hinkt aber weiter der Konkurrenz hinterher.

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(Bild: Sony)

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Sony frischt sein Top-Smartphone auf, zumindest ein bisschen. Das Xperia 1 bleibt mit Klinkenbuchse und Speicherkartenfach auch in seiner siebten Generation eine Ausnahmeerscheinung im High-End-Bereich. Allerdings muss man die Unterschiede zum Vorgänger mit der Lupe suchen. Endlich gibt Sony auch ein längeres Updateversprechen für das Gerät ab. Zudem poliert der Hersteller die Kamera etwas auf und verpasst dem Xperia 1 VII einen schnelleren Prozessor. Das war es aber auch schon fast. Der Preis ist happig: 1500 Euro verlangt Sony für sein Premium-Phone.

Äußerlich gleicht das Xperia 1 VII seinem Vorgänger-Smartphone wie ein Ei dem anderen. Das schlanke und flache Gehäuse (16,2 × 7,4 × 0,82 cm) ist gemäß IP68 gegen Wasser und Staub geschützt. Der Bildschirm ist von schmalen Rändern eingefasst. Im oberen sitzt die Frontkamera. Wie gehabt verwendet Sony ein 6,5-Zoll-OLED-Display, das 2340 × 1080 Bildpunkte anzeigt. Nach Herstellerangaben deckt das Panel den DCI-P3-Farbraum komplett ab. Eine Automatik regelt die Bildwiederholrate je nach dargestelltem Inhalt zwischen 1 und 120 Hz.

Die rückwärtige Triple-Kamera besteht aus Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele. Für den Ultraweitwinkel nutzt Sony einen 1/1,56-Zoll-Sensor, der Licht auf einer größeren Fläche sammelt als der 1/2,5-Zoll-Sensor des Vorgängers. Zudem steckt eine lichtstärkere Linse vor dem Sensor (f/2 anstelle von f/2,2). Die restliche Kameraausstattung unterscheidet sich laut Datenblatt nicht von der des Vorgängers – aber doch von der High-End-Konkurrenz. Denn Sony baut einen echten optischen Zoom in sein Premiummodell. Der Telezoom deckt den Brennweitenbereich von 85 bis 170 mm (gemäß KB) ab. Als Sensor kommt unverändert ein 1/3,5" Zoll großer Exmor RS (12 MP) zum Einsatz. Das Tele kann man zudem als Makro-Kamera verwenden. Normalerweise verwenden Smartphone-Hersteller den Ultraweitwinkel als Makro-Knipse. In unserem Test hat sich die Sony-Variante als deutlich praxistauglicher erwiesen – allerdings mit einer Einschränkung: Im Makromodus funktioniert der Autofokus nicht. Das bleibt auch beim Xperia 1 VII so.

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Als SoC dient Qualcomms Snapdragon 8 Elite. Sony liefert das 1 VII in nur einer Speicherkonfiguration mit 12 GByte Haupt- und 256 GByte Flashspeicher. Dieser lässt sich per MicroSD-Karte um bis zu 2 TByte erweitern. Der Akku fasst wie beim Vorgänger 5000 mAh, im Test hatte das 1 VI damit die Rekorde purzeln lassen. Die größte Schwachstelle der Vorgänger hat Sony mit dem 1 VII behoben: Endlich hat der Hersteller das Updateversprechen zumindest halbwegs an den hohen Preis angepasst. Vier Jahre Android-Versionsupdates und sechs Jahre Sicherheitspatches will Sony liefern. An Hersteller wie Google und Samsung reicht Sony aber auch damit nicht heran, diese liefern für ihre Top-Smartphones ab Marktstart sieben Jahre Funktions- und Sicherheitsupdates.

(rbr)