Keine Reaktion von Apple: Epic Games reicht "Fortnite" erneut im App Store ein

Seit Freitag hängt "Fortnite", das Epic nach einem gewonnenen Rechtsstreit zurück in den US-App-Store bringt, bei Apple fest. Epic Games versucht's erneut.

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"Fortnite" auf einem Handy

"Fortnite" auf einem Handy: Immer noch nicht zurĂĽck im App Store.

(Bild: Ascannio/Shutterstock.com)

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Fans von "Fortnite" müssen sich weiter gedulden, bis sie den Battle-Royale-Shooter wieder auf dem iPhone in den USA nutzen können: Trotz Einreichung des Spiels bei Apples App Store am vergangenen Freitag hat Hersteller Epic Games noch keine Rückmeldung. Nun soll es ein neuerlicher Versuch richten, kündigte der um Worte selten verlegene Chef des Spielekonzerns, Tim Sweeney, am Mittwoch auf X an.

Nachdem Apple sich nicht gerührt hat, zog Epic Games das Game zunächst wieder zurück. Der Grund: Man wolle am morgigen Freitag auf allen Plattformen neue Inhalte ausliefern – und das Update müsse simultan erfolgen. "Wir haben also die vorherige "Fortnite"-Version, die wir letzten Freitag bei Apples App Review eingereicht hatten, zurückgezogen und eine neue Version zur Überprüfung eingereicht." Die Frage ist nun allerdings, ob Apple diesmal schneller ist.

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Üblicherweise soll es bei "90 Prozent der eingereichten Apps" nur 24 Stunden dauern, bis das App Review eine Anwendung begutachtet und freigegeben hat. Bei "Fortnite" handelt es sich jedoch um einen ganz besonderen Fall: Epic Games und Apple sind seit fünf Jahren in einen Rechtsstreit verwickelt, in dem es darum geht, ob das Spiel Einkaufsmöglichkeiten direkt im Web – und damit ohne Provision für Apple – enthalten darf. Nachdem Epic Games ein entsprechendes Feature versteckt eingereicht hatte, sperrte Apple die App. Es folgte die Einreichung einer vorbereiteten Klage.

Nun hatte Epic Games in einem der vielen Verfahren allerdings Erfolg: Eine Richterin zwang Apple dazu, mit dem Kassieren von Umsatzprovisionen bei Web-Zahlungen – die 27 Prozent in der Spitze betrugen – aufzuhören und gleichzeitig eine Linkfreiheit einzuführen. Ergebnis: Sowohl Spotify als auch Amazons Kindle-App kommen nun mit Web-Zahlungen, ohne dass Apple einen Cent sieht. Beide Apps wurden auch problemlos genehmigt. Nur "Fortnite", der eigentliche Auslöser des ganzen Streits, wird scheinbar von Apples (zunächst) ignoriert.

Das könnte dem iPhone-Konzern möglicherweise noch mehr Ärger in dem Rechtsstreit einbringen, auch wenn er bereits Berufung eingelegt hat. Sweeney machte bislang keine Angaben dazu, wie Epic Games reagieren wird, wenn sich weiterhin nichts tut. "Ungewöhnlich lang" sei der App-Review-Prozess jedoch, so der Manager, der den Satz mit einem Totenkopf-Emoji abschloss.

Update

In der Europäischen Union ist "Fortnite" bereits über den Epic Games Store auf dem iPhone verfügbar. Diesen musste Apple aufgrund des Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Kommission akzeptieren. Die Einreichung, in der es in dieser Meldung geht, betrifft den App Store in den Vereinigten Staaten.

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(bsc)