Starship: Nächster Testflug der Riesenrakete in der Nacht zu Mittwoch geplant
Zum ersten Mal soll ein bereits gestarteter Booster erneut ein Starship auf einen Suborbitalflug schieĂźen. DafĂĽr soll er diesmal nicht gefangen werden.
(Bild: SpaceX)
Kurz vor Mitternacht unserer Zeit – genau 23:30 Uhr Uhr – will SpaceX das Startfenster für den neunten Testflug der Riesenrakete Starship öffnen. Wenn alles klappt, soll wieder 30 Minuten vor dem Start eine Liveübertragung auf der Internetseite des US-Raumfahrtunternehmens und auf dem Kurznachrichtendienst X beginnen. Beide Firmen gehören dem US-Milliardär Elon Musk. Zum ersten Mal soll bei dem anstehenden Flug ein Booster eingesetzt worden, der bereits einen Start absolviert hat. Die Stufe des Typs "Super Heavy" war laut SpaceX Teil des siebten Testflugs und wurde nach dem geglückten Start wieder eingefangen. Die obere Stufe selbst war Mitte Januar wenige Minuten nach dem Start explodiert.
Mehrere Ziele fĂĽr Testflug
Bei dem neuerlichen Testflug soll die Oberstufe der Rakete auf ihrem Suborbitalflug eine Reihe von Tests durchführen und unter anderem zum ersten Mal eine Nutzlast aussetzen. Dabei handelt es sich um insgesamt acht Modelle von Starlink-Satelliten, die im Anschluss verglühen sollen. Vorgesehen sind außerdem eine Reihe von Experimenten, die dabei helfen sollen, dass das Raumschiff künftig ebenfalls wieder heil den Erdboden erreichen kann. Währenddessen soll der Booster diesmal aber nicht eingefangen und stattdessen in den Golf von Mexiko gesteuert werden, den SpaceX aber "Golf von Amerika" nennt.
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Kurz vor dem jetzt anstehenden Testflug hat SpaceX die Gründe für das vorzeitige Ende des letzten Starship-Tests erläutert. Sowohl beim siebten als auch beim achten, dem bislang letzten Start, waren wenige Minuten nach der Trennung von der Booster-Rakete Triebwerke der oberen Stufe ausgefallen, sodass das Raumschiff die Kontrolle verlor und sich selbst zerstörte. Doch die Ursachen waren komplett anders, erklärte das Unternehmen. Beim achten Flug ist demnach eines der zentralen Raptor-Triebwerke ausgefallen, was eine Kettenreaktion ausgeöst hat. Gründe dafür wurden aber nicht bekannt gemacht. Als Konsequenz hat SpaceX nach eigenen Angaben etliche Verbesserungen vorgenommen. Inwieweit die geholfen haben, soll sich in der Nacht zeigen.
(mho)