IBM-Datenbank "Stinger" optimiert sich selbst

Big Blue kündigt eine neue Version der Datenbank DB2 an, die den Administrator von etlichen Routinearbeiten befreien soll.

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IBM hat die Version 8.2 des Datenbankservers DB2 Universal Database angekündigt. Den Schwerpunkt der Neuerungen in der bislang unter dem Codenamen Stinger gehandelten Software fasst IBM unter dem Stichwort Autonomic Computing zusammen: Die Datenbank soll sich weitgehend selbstständig optimieren, vor Datenverlust schützen und Datenbankadministratoren dadurch bis zu 65 Prozent Arbeitszeit sparen.

Dazu beobachtet ein "Learning Optimizer" (LEO) sämtliche Datenbankabfragen und erzeugt automatisch besonders schnelle Zugriffspfade zu häufig verwendeten Daten. Ein "Design Advisor" soll Datenbanken bis zu siebenmal schneller erzeugen und optimieren können als das manuell möglich wäre. Bei der Wartung von Tabellen und dem Erzeugen von Backups steht dem Administrator die "Automated Maintenance" zur Seite.

In puncto Verfügbarkeit soll DB2 laut IBM deutlich verbessert worden sein. So laufe die Datenbank nun in Linux-Clustern mit bis zu 1000 Knoten. Beim Ausfall eines Servers betrage die Umschaltzeit auf ein Backup-System nur noch 20 Sekunden.

Zu den über 200 für Entwickler neu hinzugekommenen Features gehört ein in die Datenbank integrierter Application Server, der Funktionen als Web-Service zugänglich macht. Ein neuer "Geodetic Extender" verwendet zur Speicherung geographischer Daten keine flache Landkarte, sondern einen Globus und ermöglicht so das Erstellen von Anwendungen, die etwa von Satelliten stammende Koordinaten korrekt verarbeiten.

DB2 8.2 soll weltweit ab dem 17. September erhältlich sein. Den in Deutschland gültigen Einstiegspreis für den Express-Server gibt IBM mit 734 Euro an, den für die Enterprise Edition mit knapp 39.000 Euro pro Prozessor, jeweils inklusive eines zwölfmonatigen Wartungsvertrags. (hos)