3D-Technik ersetzt Splitscreen
Sony beschreibt in einem Patentantrag, wie zwei oder drei Personen mit Shutterbrillen gleichzeitig verschiedene Inhalte auf einem Bildschirm anschauen können. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch TI.
Die zur Betrachtung von 3D-Filmen gedachte Shutterbrille lässt sich auch anderweitig einsetzen: Sony beschreibt in einem jüngst veröffentlichten US-Patentantrag (PDF-Datei) vom vergangenen Jahr, wie dank der Shutter-Technik zwei Personen ein Spiel gemeinsam auf einem Bildschirm spielen können, ohne dabei auf die bisher übliche und eher unbefriedigende Splitscreen-Lösung angewiesen zu sein. Die Lösung ist zwar simpel, aber doch effektiv: Abwechselnd wird auf dem Fernseher das Bild einen der beiden Spieler ausgegeben. Gleichzeitig wird die Shutterbrille des jeweils anderen Spielers verdunkelt. Beide sehen also immer nur das für sie bestimmte Bild.
Bei Sony sollen die Shutterbrillen jeweils mit kleinen Ohrhörern ausgestattet werden. Zudem ergibt sich aus der Zeichnung 4 des Patentantrags, dass der Hersteller auch einen Drei-Personen-Modus angedacht hat, bei dem zwei Personen mit zwei verschiedenen Spielen beschäftigt sind, während sich die dritte Person einen Videofilm anschaut. In den Zeichnung 10 skizziert Sony wiederum, wie neben zwei Spielern noch ein Zuschauer mit unterschiedlichen Bildern versorgt werden könnte. Auch ein Fernsehabend mit drei verschiedenen Videoinhalten können sich die Entwickler vorstellen. Auf die Umsetzung dieser Ideen darf man sicher gespannt sein; konkrete Produktankündigungen zu der Screen-Sharing-Idee gibt es von Sony bislang nicht.
(Bild:Â Nico Jurran)
Völlig neu ist der Ansatz allerdings nicht: Bereits auf der CES 2008 präsentierte Texas Instruments unter dem Namen "Dual View" den Prototypen eines solchen Geräts. Gespeist wurde der Fernseher dabei von zwei über Netzwerk verbundenen Konsolen, auf denen das selbe Spiel lief. Die Demonstrationen liefen auf DLP-Fernsehern, die eine Wiederholrate von 120 Bildern pro Sekunde erreichten, womit jeder Konsole 60 Bilder pro Sekunde zur Verfügung standen. (nij)