Offenbar zu "cringe": Apple-Werbung für Studenten zurückgezogen

Der Comedian Martin Herlihy sollte Apple trendy für angehende Studenten machen. Ein Video wurde nun aber gleich wieder gelöscht.

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Screenshot aus Apples "Parent Presentation"-Video

Screenshot aus Apples "Parent Presentation"-Video: Nicht wirklich lustig.

(Bild: Screenshot Apple)

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Apples aktuelle Werbekampagne, angehende Studenten zu Mac-Benutzern zu machen, hat ein Rückschlag ereilt: Eine Ende letzter Woche publizierte Werbung mit einem bekannten Komiker wurde von dem Konzern nun kommentarlos gelöscht, sowohl von YouTube als auch der eigenen Website. In dem knapp siebeneinhalb Minuten langen Clip versucht Martin Herlihy, bekannt vom "SNL"-Comedy-Trio "Please Don't Destroy", eine Gruppe offenbar echter Schüler beizubringen, wie sie ihre Eltern vom Erwerb eines Apple-Rechners fürs Studium überzeugen.

Parallel dazu wurde auch eine "Parent Presentation" für PowerPoint, Keynote und Google Slides publiziert (weiterhin zugänglich), die dies in 45 Schritten (auf über 80 Slides) ausführt. Darunter: Ein Mac mag zwar teurer sein, ist aber eigentlich billiger. Oder auch: Man brauche keine Antiviren-Software, kein manuelles Backup-Produkt oder eine Schutzhülle.

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"Hat das Samsung gemacht? Das war furchtbar!", schrieb ein User. Ein anderer: "Wartet mal, sind Sie für den 1. April nicht auch zu spät?" Mehrfach wurde der Begriff "cringe" geschrieben. Tatsächlich gelingt es Herlihy nicht, das Publikum zum Lachen zu bringen, wirkt eher wie ein Oberlehrer. Dabei ist seine Gruppe "Please Don't Destroy" durchaus witzig auch für kommerzielle Kunden, hat etwa einen gut gemachten Werbespot für eine Autoversicherung gedreht. Apple äußerte sich nicht dazu, warum das Video gelöscht wurde. Auf X ist es noch zugänglich.

Apple versucht mit der Kampagne augenscheinlich, Boden im US-Bildungsmarkt gut zu machen. Zuletzt kämpfte der Konzern mit immer besseren Verkäufen bei günstigeren Rechnern wie Googles Chromebooks. Für immer mehr Bildungsanwendungen reichen diese Maschinen, besonders wenn die Apps im Browser laufen.

Im Rahmen der Kampagne werden auch spezielle Apple-Intelligence-Funktionen beworben, etwa die Schreibassistenten. Abgedeckt werden außerdem die Anbindung ans iPhone (etwa per Mirroring) und des iPad. Apple stellt sein Angebot also als integrierte Produktfamilie dar, auch wenn die Konkurrenz mit dem Preis punktet. Die Werbung läuft im Rahmen der "Back to School"-Aktion von Apple.

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(bsc)