Transportdrohne Cento: Autonome Militärmissionen bis knapp 1000 km möglich

Die autonome Frachtdrohne kann knapp 1000 km lange Transportmissionen selbstständig ausführen und die Ladung auch selbstständig absetzen.

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Drohne Cento wird beladen.

Die Cento-Drohne wird beladen. Ein Förderband zieht die Boxen ins Innere. Bei Entladen ist keine menschliche Hilfe nötig. Die Pakete werden dann einfach rausgeschoben.

(Bild: Screenshot / Mightyfly)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das kalifornische Unternehmen MightyFly hat bei einem Demonstrationsflug für die U.S. Air Force die Transportdrohne Cento zur militärischen Nutzung gezeigt, die Flüge vollständig autonom durchführen kann. Das als eVTOL (electric Vertical Take-Off and Landing aircraft) ausgelegte Luftfahrzeug kann bis zu 600 Meilen (etwa 965,6 km) an einem Stück fliegen und Fracht bis zu einem Gewicht von 500 Pounds (etwa 226,8 kg) transportieren.

Der Grundkörper der Cento ist etwa 5 m lang und hat einen Durchmesser von etwa 0,6 m. Das Innere ist fast vollständig Fracht vorbehalten. Boxen werden über ein Förderband vollautomatisch eingeladen und können am Ziel genauso wieder abgesetzt werden. Zum Absetzen ist keine menschliche Hilfe nötig. Derzeit kann Fracht bis zu einem Gewicht von 226,8 kg transportiert werden.

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Das eVOTL wird von acht paarweisen Rotoren elektrisch angetrieben, die das Luftfahrzeug senkrecht starten lassen. Genaue Angaben zu den verwendeten Motoren und der Batterie macht MightyFly nicht. Das Unternehmen verrät lediglich, dass mit der bestehenden Konfiguration Geschwindigkeiten von 150 mph (etwa 241,4 km/h) erreicht werden können. Die Reichweite soll bei 600 Meilen (etwa 965,6 km) liegen. Um Energie zu sparen, verfügt die Drohne über vier Tragflächen, die im Horizontalflug für Auftrieb und einen energiesparenden Flug verantwortlich sind. Ein Strahltriebwerk sorgt dann für Vortrieb.

Mit diesen Eigenschaften könnte die Drohne militärisches Material sehr schnell in Kampfgebiete bringen. Da die Drohne autonom fliegen und auch autonom Fracht abladen kann, ist keine Besatzung nötig, die gefährdet werden könnte. Es reicht aus, die Strecke vorab zu planen und an den Bordcomputer zu übertragen. Die so erstellte Mission wird von der Cento dann vollautomatisch ausgeführt.

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Laut Hersteller ist die Drohne auch für zivile Zwecke einsetzbar, etwa für den schnellen Transport wichtiger Medizingüter oder andere logistische Anwendungen.

(olb)