IT-Größen wollen Linux Standard Base 2.0 unterstützen

Die Free Standards Group sieht in der Unterstützung der LSB durch Intel, HP, Dell, IBM und Co. die Chance, dem Erzkonkurrenten Windows Paroli zu bieten.

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Von
  • Oliver Lau

Intel, Hewlett-Packard, Dell und IBM und andere IT-Größen mit einem Faible für Linux wollen heute bekanntgeben, dass sie die seit Ende August von der Free Standards Group veröffentlichte Version 2.0 der Linux Standard Base (LSB) unterstützen wollen. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journal hervor.

Die LSB-Spezifikation unterteilt sich in eine architekturunabhängige (generic LSB) und eine architekturabhängige Spezifikation (archLSB, etwa für AMD64, Intels 32- und 64-Bit-CPUs oder PowerPC). Die Erfüllung von LSB-Kriterien garantiert weitestgehende Kompatibilität zwischen verschiedenen Linux-Distributionen. Anwendungen, die unter der einen Distribution ausführbar sind, sollen dann auch auf allen anderen LSB-zertifizierten Plattformen lauffähig sein.

Jim Zemlin, Vorsitzender der Free Standards Group, betonte, dass die zugrundeliegende Vereinbarung ein wichtiger Schritt sei, Linux besser gegen die Dominanz von Windows positionieren zu können -- und den Redmonder Kampfrufen wie Open Source sei Geldverschwendung und Linux ein Krebsgeschwür Einhalt zu gebieten. Die LSB beuge einem Kuddelmuddel inkompatibler Anwendungen und Änderungen im Kernel vor, sagte Zemlin. So ließe sich die Offenheit von Linux besser ausnutzen, ohne dass Linux-Evangelisten darum fürchten müssten, gewinnorientierte Distributoren würden Linux wie seinerzeit Unix in herstellerspezifische Entwicklungsäste aufspalten -- zumal Red Hat und Suse sich der Allianz für LSB 2.0 ebenfalls anschließen wollen. (ola)