AOL verkauft in den USA eigenen Billig-PC [Update]
Mit einem Billig-PC will AOL soziale Randgruppen als Kunden gewinnen.
Am kommenden Wochenende beginnt AOL in den USA mit dem Vertrieb eines eigenen PC. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge soll der AOL Optimized PC knapp 300 US-Dollar kosten; er verfĂĽgt ĂĽber einen Celeron-Prozessor, ein Microsoft-Software-Paket (vor allem Windows XP), eine speziell fĂĽr AOL gedachte Version von Suns Office-Paket StarOffice, einen Lexmark-Drucker, Lautsprecher, eine 56K-Modem, Monitor, Keyboard und Maus.
Kunden müssen beim Kauf des Gerätes einen AOL-Vertrag abschließen zu einem Preis von 23,90 Dollar im Monat. Mit dieser Aktion will der Internet-Provider, der im vergangenen Geschäftsjahr 3,9 Millionen Kunden verloren hat, seine Führungsposition gegenüber der Konkurrenz absichern.
Als neue Kundengruppe wolle AOL insbesondere die große spanischsprachige Gemeinde in den USA ansprechen; schon heute ist AOL mit zwei Millionen Kunden in dieser Gemeinde der größte Anbieter. Der preisgünstige PC soll aber auch Vertreter anderer finanziell schlechter gestellten Gruppen in den USA zu AOL locken. Etwa 27 Prozent der Haushalte von Älteren, Schwarzen und Spanischsprachigen verfügen noch über keinen eigenen PC.
Der AOL-PC ist deutlich günstiger als die Billig-PC-Bundles, die andere Anbieter anpreisen. HP hat ein ähnliches Angebot für 450 US-Dollar im Sortiment, Dell für 467 Dollar und Gateway für 700 Dollar. (tol)