iPhone-Videos im Auto gucken: So läuft "AirPlay in the Car"
Apple verbietet bislang die Wiedergabe von Bewegtbildern via CarPlay aus Sicherheitsgründen. iOS 26 macht es dennoch möglich.
iOS 26: Das neue CarPlay.
(Bild: Apple)
Video auf dem Autobildschirm via CarPlay? Bislang ist das undenkbar. Genauso wie die Verwendung eines Webbrowsers verbietet Apple solche Anwendungen, denn der Konzern will verhindern, dass der Fahrer sie im Fahrbetrieb verwendet und sich vom Verkehrsgeschehen ablenken lässt. Künftig soll das jedoch dennoch gehen: Mit iOS 26, das im September erscheinen soll, wird erstmals "AirPlay in the Car" umgesetzt. Damit wird es möglich, Videos direkt auf dem Hauptbildschirm des Fahrzeugs anzuzeigen, wenn dieses steht. Quelle ist dabei – wie schon bei CarPlay selbst – ein iPhone.
Geht es auch in jedem Auto?
Momentan lässt sich noch nicht sagen, welche Fahrzeuge konkret von der Funktion unterstützt werden. Apple teilt Entwicklern aus der Automobilbranche mit, dass sie künftig Nutzern erlauben können, "ihre Lieblingsinhalte anzusehen, während sie nicht fahren". Klar ist aber auch, dass dies nicht ohne technische Änderungen geht: "Integrieren Sie die Unterstützung für CarPlay mit AirPlay-Video, um diese Funktion in Ihren Fahrzeugen zu aktivieren." Eine weitergehende Dokumentation, welche konkreten Voraussetzungen es dafür gibt – ob also beispielsweise das vorhandene Car-Entertainment-System bestimmte Features haben muss – hat Apple noch nicht publiziert.
Videos by heise
In anderen Fahrzeugen wie etwa Tesla-Modellen lässt sich Video bereits abspielen. Andere bieten passende Technik für Android-Handys an. Auch hier funktioniert dies üblicherweise nur, wenn das Auto geparkt wurde. Ein entsprechendes Signal braucht CarPlay dann auch. Apple scheint offenbar nicht zu planen, direkt Video-Apps zuzulassen, zumindest geht dies aus den bisherigen Angaben nicht hervor. Stattdessen soll stets das iPhone als ausgehende Abspielstation dienen, eben wie man dies via AirPlay auch von Fernsehern oder Apple-TV-Boxen kennt.
Ein Entwickler hat es bereits versucht
Apple muss bei der Umsetzung auch das Verkehrsrecht berücksichtigen. In manchen Ländern sind solche Video-Anwendungen schlicht verboten oder eben nur im geparkten Zustand erlaubt. Entsprechend ist auch noch nicht gesagt, wie geografisch weitläufig die Funktion mit iOS 26 ausgerollt wird. Zuletzt hatten App-Entwickler versucht, entsprechende Funktionen ins Auto zu bringen. Dies geschah allerdings ohne Apples Zustimmung.
Der Developer hinter der Sidecar-App hatte eine neue Funktion, mit der bei geparkten Autos die Möglichkeit bestand, über den Fahrzeugbildschirm Internetseiten und Videos anzuzeigen, im April kurzzeitig freigeschaltet. Apple reagierte prompt und sorgte dafür, dass die Features deaktiviert wurden.
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(bsc)