IT-Security: Begehrte Fachkräfte – primär in diesem Bereich ist der Bedarf groß
Die Nachfrage nach IT-Security-Experten steigt. Eine aktuelle Analyse von Stellenanzeigen zeigt, welche Qualifikationen Unternehmen von Mitarbeitern erwarten.
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(Bild: DC Studio/Shutterstock.com)
Die Bedrohung durch Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen und Behörden ist weiterhin hoch. Im Jahr 2024 gab es zahlreiche Vorfälle, darunter Ransomware-Angriffe, Phishing-Attacken und DDoS-Angriffe. Die Schadenssumme durch Cyberkriminalität erreichte laut Biktom im Jahr 2024 einen Rekordwert von über 266 Milliarden Euro.
IT-Security-Fachkräfte spielen eine wesentliche Rolle dabei, derartige Attacken abzuwehren und Sicherheitslücken schnell zu schließen. Sie werden in fast allen Branchen gesucht und können wählen, wo sie ihr Know-how einbringen.
250 Stellenangebote analysiert: IT-Fachkräfte begehrt
Die Analyse von 250 Stellenangeboten durch DEKRA zeigt: Momentan suchen mit einem Anteil über 50,8 Prozent auffallend viele Arbeitgeber in der Dienstleistungsbranche nach Personal im IT-Security-Bereich; insbesondere IT-Dienstleister haben mit einem Anteil von 34,4 Prozent viele offene Stellen zu besetzen.
Auf IT-Security-Fachkräfte wartet ein breites Aufgabenspektrum, für das Spezialkenntnisse und ausgeprägte Soft Skills erforderlich sind.
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Für die untersuchten Stellen setzen Arbeitgeber umfangreiche Kenntnisse voraus, die sich in acht Kategorien zusammenfassen lassen. Am häufigsten beziehen sich die Nennungen auf die Bereiche Allgemeinwissen in der IT und Cybersicherheit (84,0 Prozent), Normen, Gesetze und Standards (62,8 Prozent) sowie Netzwerke (59,2 Prozent).
44,4 Prozent fordern grundlegende Expertise hinsichtlich IT-Sicherheitsmethoden und -prozesse. Mit 41,2 Prozent setzen fast ebenso viele die Vertrautheit mit Konzepten eines Managementsystems für Informationssicherheit voraus. IT-Security-Fachkräfte sollen zudem erfahren darin sein, Netzwerke zu administrieren und abzusichern. 19,2 Prozent setzen voraus, dass sie sich mit der Absicherung von Cloud-Systemen auskennen.
IT-Security-Fachkräfte: Abschlüsse weniger wichtig
Meistens kommen für die Bewerbung mehrere Berufsabschlüsse infrage: Zwei liegen klar vorn: 61,2 Prozent setzen ein Informatik-Studium und 42,8 Prozent eine IT-Berufsausbildung voraus. Bei der dualen IT-Ausbildung wird oft nicht präzisiert, welche der verschiedenen Spezialisierungen die Fachkräfte absolviert haben sollten.
Insgesamt attestiert DEKRA aber, dass Arbeitgeber flexibler geworden sind, was die Abschlüsse anbelangt. Zum Vergleich: Jobsuchende ohne Studium konnten sich 2018 nur auf gut ein Viertel der IT-Security-Stellen bewerben. Derzeit kommt eine Berufsausbildung oft sogar alternativ zu einem Studium infrage. Kompetenzen und Erfahrung fallen stärker ins Gewicht als formale Abschlüsse.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)