XORP: "Das Linux des Routing"
Mit der "eXtensible Open Router Platform" XORP wollen Entwickler vom International Computer Science Institute in Berkeley eine kostengĂĽnstige Alternative zu teuren professionellen Routingsystemen schaffen.
Wissenschaftler vom International Computer Science Institute wollen Routing-Branchenriesen wie Cisco Systems das Fürchten lehren. Mit der "eXtensible Open Router Platform" (XORP) entwickeln sie eine Open-Source-Plattform, die in puncto Stabilität und Funktionsumfang Systemen von Cisco und anderen in Nichts nachstehen soll. Vor wenigen Tagen veröffentlichten die Entwickler Version 1.0 ihrer Software. Der XORP-Quellcode steht unter einer BSD-artigen Lizenz kostenlos zum Download bereit und sollte sich problemlos unter Linux 2.4.x, FreeBSD, OpenBSD und NetBSD kompilieren lassen. Diejenigen, die XORP ohne Installation ausprobieren möchten, können sich das rund 120 MByte große ISO-Image einer bootfähigen "Live-CD" von XORP herunterladen.
"Wir wollen eine Art Linux des Routing schaffen", umriss Orion Hodson, einer der XORP-Entwickler, das Ziel des Projekts im Frühjahr dieses Jahres. Seinen Schätzungen zufolge könne man für umgerechnet etwa 1200 Euro ein professionelles Routing-System aufsetzen, das bei den Branchengrößen das zehn- bis zwanzigfache kosten würde. Momentan stellt XORP Routing-Protokolle für IPv4 und IPv6 sowie andere Routing-Funktionen bereit. (vza)