Taiwanische Chip- und Hardware-Hersteller erwarten steigende Umsätze
Dem vierten Quartal dieses Jahres sehen die großen taiwanischem Hardwarefirmen zuversichtlich entgegen: Sie erwarten steigende Umsätze.
In das wirtschaftlich traditionell besonders erfolgreiche vierte Jahresquartal setzen die taiwanischem Hardwarefirmen große Hoffnungen. Für die Auftragsfertiger sowohl von Halbleiterchips als auch von Notebooks gab es in den letzten Monaten widersprüchliche Nachrichten. Einerseits befinden sich beide Marktsegmente im Aufschwung. Doch einige Branchenkenner berichten, dass sich die Wachtumsraten abschwächen -- bei Notebooks ebenso wie bei den Chips. Gleichzeitig schnell steigende Fertigungskapazitäten nähren die Befürchtung, dass es bald zu einem dramatischen Preisverfall kommen könne: Die Chiphersteller investieren in neue 300-mm-Fertigungslinien, während immer mehr Produzenten nun auch Notebooks bauen wollen.
Doch die großen taiwanischen Chip- und Hardwarehersteller verbreiten Optimismus. Nach einem Bericht der Taiwan Economic News erwarten alle der zehn größten Unternehmen der für Taiwan besonders wichtigen Branche im vierten Quartal steigende Umsätze. Die aktuelle Rangliste führt das größte Privatunternehmen der Insel an: Hon Hai/Foxconn mit 235 Milliarden Neuen Taiwan Dollar (NTD) kumuliertem Umsatz in den ersten acht Monaten des Jahres, das entspricht rund 6,9 Milliarden US-Dollar. Analysten trauen Hon Hai einen Jahresumsatz von umgerechnet etwa 13,1 Milliarden US-Dollar zu.
An zweiter Stelle folgt der Notebook-Spezialist Quanta (183 Milliarden NTD), dritter ist die Chip-Foundry TSMC mit 169 Mrd. NTD. Dann folgen Asustek (144 Mrd. NTD), Acer (132 Mrd. NTD), Compal (128 Mrd. NTD), CHT (121 Mrd. NTD), AU Optronics (116 Mrd. NTD), die ehemalige Acer-Sparte Benq (110 Mrd. NTD) und Lite-On (103 Mrd. NTD).
Unter anderem durch Aufträge zur Herstellung von Grafikchips für ATI und Nvidia auf seinen 300-mm-Wafer-Anlagen hofft TSMC auf 4 bis 6 Prozent höhere Verkäufe im vierten Quartal. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als eine Millionen Wafer (umgerechnet auf 200-mm-Scheiben) mit Chips in 130-Nanometer-Technik hergestellt.
Noch mehr Wachstum erwartet der weltweit zweitgrößte Chip-Auftragshersteller UMC, nämlich mindestens 15 Prozent. Dort verkündete man gerade eine verstärkte Kooperation mit der japanischen Ricoh zur Produktion von 90-Nanometer-Bauteilen. Außerdem fertigt UMC für Xilinx, einen Entwickler von FPGA-Chips. Xilinx-Konkurrent Altera arbeitet mit TSMC zusammen. (ciw)