Montag: Erlaubnis für nächsten Starship-Testflug, Zugkupplung mit Ultrabreitband

Riesenrakete vor nächstem Start + UWB für mehr Züge im Netz + ÖPNV im weltweiten Vergleich + Schweizer Überwachung vertreibt Firmen + Microsofts Preiserhöhung

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Starship fliegt über der Erde; Montag: Starship-Testflug, UWB-Zugkupplung, ÖPNV-Vergleich, Proton-Rückzug & Microsoft-Preiserhöhung

Starship

(Bild: SpaceX)

Lesezeit: 7 Min.

Die US-Luftfahrtbehörde genehmigt den nächsten Testflug, und SpaceX nennt die Ursachen der letzten beiden Starship-Unfälle. Dabei war die Riesenrakete im Mai zunächst während des Fluges, und ein weiteres Modell einige Wochen später am Boden explodiert. Nun plant SpaceX einen weiteren Starship-Start am 24. August. Derweil hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Funksystem für den Bahnsektor auf Basis von Ultrabreitband-Technologie getestet. Es soll das virtuelle Verknüpfen von Zugverbänden ermöglichen. Dadurch könnte das Schienennetz deutlich besser ausgelastet werden. Insbesondere in Deutschland dürfte das willkommen sein, denn hierzulande sind ÖPNV-Fahrgäste viel Leid gewohnt. Hier ist Normalität, was nicht normal ist. Das zeigt auch der Blick ins Ausland. Türstörungen und für etliche Tage oder gar Wochen defekte Rolltreppen oder Aufzüge in Bahnhöfen sind vor allem in Asien selten bis gar nicht zu finden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Der Weg ist frei für den zehnten Testflug der Riesenrakete von SpaceX. Das nächste Starship hat die entsprechende Freigabe der US-Luftfahrtbehörde erhalten. Gleichzeitig hat das Weltraumunternehmen von Elon Musk die Untersuchungen der letzten beiden Fehlschläge abgeschlossen, bei denen die Riesenrakete einmal im Weltraum verloren ging und dann bei einem Triebwerkstest in Flammen aufging. Demnach gab es in beiden Fällen Probleme mit Treibstofftanks. Der nächste Start vom Starship ist jetzt für den nächsten Sonntagabend (Ortszeit) angesetzt, hierzulande in der Nacht auf Montag, den 25. August. Dann plant SpaceX, weitere Tests durchzuführen. Dazu gehört auch das Aussetzen von Satelliten im Weltall, was zuvor nicht gelang: SpaceX darf nächstes Starship starten und erklärt die letzten Unfälle.

Eine verstärkte Automatisierung im Zugverkehr könnte die Kapazität des bestehenden Schienennetzes erhöhen. Eine Schlüsseltechnologie dafür ist das virtuelle Kuppeln, bei dem einzelne Züge oder Waggons nicht mehr mechanisch verbunden sind, sondern rein digital. Sie fahren in einem festgelegten, sehr engen Abstand hintereinander. Damit dies reibungslos funktioniert, müssen die Zugteile kontinuierlich Daten über ihre Position und Geschwindigkeit austauschen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat dafür im Rahmen des von der EU mit knapp 54 Millionen Euro geförderten Projekts R2DATO ein neuartiges Funksystem entwickelt und jetzt erfolgreich auf einem Testgelände erprobt. Dabei waren die Züge ohne mechanische Verbindung: Virtuelles Kuppeln von Zügen per Ultrabreitband.

Eine solche Technik könnte auch dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) helfen, denn beim Thema Bus und Bahn sieht es in Deutschland aktuell nicht gut aus. In vielen Städten brechen die Systeme zusammen. Mal gibt es mehr, mal weniger Ausfälle. Die Tendenz ist aber klar: Es wird nicht besser und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Und es ist nicht nur der Nahverkehr, sondern auch der Fernverkehr, den viele Menschen mittlerweile auch zum Pendeln nutzen. Die Ausfälle und Unzuverlässigkeiten sind dabei vielfältig. Es gibt immer wieder zahlreiche Pannen, die auch auf Sparmaßnahmen der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sind. Das ist ein Problem, welches man in anderen Ländern praktisch nie sieht: Warum deutsche ÖPNV-Zustände nicht "normal" sind.

Die geplanten Novellen der schweizerischen Verordnung über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF) sowie der zugehörigen Durchführungsbestimmung schlagen weiter hohe Wellen. Denn demnach müssen Dienste mit über 5000 Nutzern Kunden identifizieren. Proton hat jetzt bestätigt, dass der Anbieter verschlüsselter Kommunikationsdienste aufgrund der mit dem Vorhaben verknüpften Rechtsunsicherheit mit dem Abzug von IT-Infrastrukturen aus der Schweiz begonnen hat. Der im Juli eingeführte KI-Chatbot Lumo, der mit mehr Datenschutz als ChatGPT & Co. punkten soll, ist das erste Produkt, das seinen Standort wechselt. Ganz will Proton die Zelte in der eidgenössischen Heimat aber nicht abbrechen: Proton zieht sich langsam aus der Schweiz zurück.

Als Teil des fortwährenden Bestrebens, Lizenzstrukturen zu vereinfachen und Preise klarer zu kommunizieren, schafft Microsoft ab November Volumenlizenzen für Kunden mit Enterprise Agreements (EA) und Microsoft Products and Services Agreement (MSPA) ab. Während Kunden je nach Zahl der Lizenzen bisher in die Preisstufen A bis D fielen und 6 bis 12 Prozent Rabatt erhalten konnten, fallen ab dem 1. November alle Kunden in die Preisstufe A, die dem Listenpreis pro Lizenz auf der Webseite von Microsoft entspricht. Bestehende Verträge sind nicht unmittelbar betroffen, die de-facto-Preiserhöhung wirkt sich auf den Erwerb neuer Dienste und die Erneuerung von Vereinbarungen aus. Damit bittet Microsoft Großkunden zur Kasse: Keine neuen Volumenlizenzen ab November.

Auch noch wichtig:

(fds)