4G-Mobilfunk: Japaner übertragen 2,5 GBit/s
Der Empfänger bewegte sich während der Übertragung mit 20 km/h. Für sein Experiment nutzte NTT DoCoMo sechs MIMO-Antennen und 64-QAM (Quadrature Amplitude Modulation).
Der größte japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo vermeldet einen Weltrekord bei der paketvermittelten Datenübertragung in einem Mobilfunknetz. Daten wurden dabei mit 2,5 GBit/s zu einem Empfänger übertragen, der sich mit 20 km/h bewegte. Wie NTT DoCoMo heute bekannt gab, fand das Experiment auf dem Testgelände im japanischen Yokosuka am 14. Dezember 2005 statt. Dort hatten die Ingenieure im vergangenen Mai bereits 1 GBit/s in Empfangsrichtung erreicht.
Für den Weltrekord vom Dezember erhöhten die Japaner die Zahl der MIMO-Antennen von vier auf sechs und setzen 64-QAM (Quadrature Amplitude Modulation) ein. Dadurch stieg die Effizienz der Übertragung auf 25 Bit/s/Hz – in diesem Fall 2,5 Gbit/s/100 MHz. Mit der Spektrumseffizienz von 25 Bit/s/Hz ist NTT DoCoMo zufolge der von der EU-Initiative "Wireless World Initiative New Radio" (WINNER) vorgegebene Maximalwert erreicht. (ssu)
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