Schmutzfeste Solarzellen

Ein für die NASA entwickeltes Konzept könnte die Photovoltaik auf einfache Weise von einem lästigen Problem befreien.

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Eigentlich ist die Wüste der beste Ort, um eine Solaranlage aufzustellen. Dort gibt es reichlich Sonne – aber leider auch viel Staub und Sand, sodass Solarmodule regelmäßig geputzt werden müssten, sollen sie nicht blind werden. Eine neue Technik könnte das einfacher machen: eine selbstreinigende Oberfläche, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Ursprünglich wurde sie für die NASA entwickelt, damit die Solarzellen künftiger Marsroboter konstant Strom erzeugen können. Dabei handelt es sich nicht um die üblichen selbstreinigenden Beschichtungen, wie sie inzwischen als Produkt der chemischen Nanotechnik angeboten werden. Die Oberfläche arbeitet mit elektrostatischen Ladungen, die Staubteilchen abstoßen und zum Rand des Moduls transportieren. Innerhalb von zwei Minuten könnten so 90 Prozent einer Staubschicht entfernt werden, sagt Malay Mazumder, der an der University of Boston die Entwicklung geleitet und nun auf dem Treffen der American Chemical Society vorgestellt hat.

Staubbedeckungen von Solarzellen haben bereits in der Vergangenheit Mars-Roboter der NASA geplagt. Die Rover Spirit und Opportunity hielten nur deshalb so lange durch, weil gelegentliche Böen die Zellen wieder freilegten. "Darauf können wir uns aber nicht immer verlassen", so Rao Surampudi vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. Dem Mars Pathfinder wurde 1997 nicht dasselbe Glück wie den beiden anderen Rovern zuteil.

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