T-Online mit Gewinneinbruch
2005 gewann die Internet-Tochter der Telekom 1,5 Millionen DSL-Neukunden.
Der Darmstädter Internet-Anbieter T-Online musste im vergangenen Jahr deutliche Gewinnrückgänge hinnehmen. Im abgelaufenen Jahr sank der Gewinn nach Steuern um 32 Prozent auf 203,8 Millionen Euro von 300,9 Millionen Euro 2004. Das EBITDA sank um 20 Prozent von 466,6 Millionen Euro auf 373,2 Millionen Euro. Der Jahresumsatz 2005 stieg um 3,8 Prozent auf 2,088 Milliarden Euro. Hiervon entfallen 1.818 Milliarden Euro auf Deutschland. Im vierten Quartal brach der Gewinn nach Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum gar um 81,9 Prozent auf 11,4 Millionen Euro ein, während die Quartalsumsätze leicht um 2,5 Prozent auf 551,7 Millionen Euro anstiegen. Zum Gewinneinbruch trugen stark gestiegene Vertriebs- und Herstellungskosten sowie der Preiswettbewerb bei Internet-Tarifen bei.
Außerdem weist die Telekom-Tochter darauf hin, dass "wesentliche Einmaleffekte" im Geschäftsjahr 2005 zu Buche schlugen. Dazu zählt T-Online erstens die Kosten für Unternehmensberater im Zusammenhang mit der weiterhin hängenden Verschmelzung von T-Online mit dem Mutterkonzern sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Wachstumsprogramm "Re-Invent" für das "strategische Geschäftsfeld" Breitband/Festnetz.
Die Zahl der DSL-Kunden von T-Online stieg im Jahresvergleich um 1,5 Millionen auf 5,09 Millionen per 31. Dezember 2005, während die Zahl der Schmalband-Kunden von 5,16 Millionen Ende 2004 um eine runde Million auf 4,19 Millionen sank. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde und Monat (ARPU) ging von 15,60 Euro 2004 auf 15,00 Euro 2005 zurück – hiervon entfallen 11,50 Euro auf Anschluss- und 4,20 Euro auf Nutzungsgebühren. (ssu)