Londoner Investor steigt bei Axel Springer AG ein
Friede Springer verkaufte für 104 Millionen Euro einen Anteil von drei Prozent an den britischen Geschäftsmann Michael Lewis.
Der britische Geschäftsmann Michael Lewis hat für 104 Millionen Euro drei Prozent der Aktien der Axel Springer AG erworben. Springer-Sprecherin Edda Fels bestätigte einen Bericht der Süddeutschen Zeitung gegenüber dpa. "Der Kauf wurde vor zwei Tagen vollzogen", sagte Fels. Hauptaktionärin Friede Springer habe 1,02 Millionen Aktien an Lewis verkauft. Der Anteil frei handelbarer Aktien (Streubesitz) erhöht sich laut Fels auf 13,8 Prozent.
Der 47-Jährige Lewis stammt laut dem Zeitungsbericht aus einer südafrikanischen Händler-Familie und lebt seit 23 Jahren in London. Es sei vorstellbar, dass Lewis seinen Anteil weiter erhöht, heißt es weiter.
Die Axel Springer AG zieht am 8. März die Bilanz des Geschäftsjahres. Laut der Internetseite des Konzerns halten die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik 50 Prozent plus 10 Aktien, Friede Springer 7 Prozent, US-Finanzfirma Hellman & Friedman 19,4 Prozent sowie die Axel Springer AG 9,8 Prozent. Der Rest ist Streubesitz.
Bis zum Verkauf des dreiprozentigen Anteils hielt Friede Springer selbst und über die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik insgesamt 60 Prozent der Anteile. Lewis hat nach den Angaben der Süddeutschen Zeitung gute Kontakte zu Friede Springer und ist mit Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner befreundet. Angeblich will sich Hellman & Friedman absehbar, spätestens in wenigen Jahren, aus der Axel Springer AG zurückziehen; der Verkauf von Anteilen an Lewis sei eine Art Vorbereitung darauf – und auch darauf, dass man nach der gescheiterten Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG neue Perspektiven für das weitere Geschäft eröffnen müsse, meint die Zeitung (jk)