Apple ändert Recycling-Politik
Der kalifornische Computerhersteller nimmt in den USA ab sofort gebrauchte iPods kostenlos zurĂĽck und will sie eigenen Angaben zufolge einer umweltgerechten Entsorgung zufĂĽhren.
Der kalifornische Computerhersteller Apple nimmt in den USA ab sofort gebrauchte iPods kostenlos zurück und will sie eigenen Angaben zufolge einer umweltgerechten Entsorgung zuführen. Zudem sollen Kunden beim Kauf eines neuen iPods (iPod, iPod mini oder iPod photo) 10 Prozent Rabatt erhalten, wenn sie gleichzeitig ein altes Gerät in einem der Apple-Stores abgeben. Bislang mussten Kunden für die Rücknahme von alten Apple-Geräten pauschal 30 US-Dollar zahlen.
Die Änderung der Unternehmenspolitik in Sachen Altgeräte-Recycling dürfte nicht zuletzt durch den zunehmenden Druck von Umweltschutzorganisationen entstanden sein, die vor wenigen Wochen sogar vor dem Apple-Firmensitz in Cupertino demonstriert hatten, um auf mangelnde Rückgabemöglichkeiten von Apple-Produkten hinzuweisen.
Bemängelt wurden vor allem die fest verbauten iPod-Akkus, mit denen es wiederholt Probleme gab. So hatten mehrere iPod-Besitzer eine Sammelklage gegen Apple angestrengt, weil die Akkus ihrer Player noch vor Garantieende schlapp machten und statt der versprochenen zehn Stunden Musikgenuss am Stück höchstens fünf gewährten. Zwar bot Apple ein Akku-Austauschprogramm an, doch mit 99 US-Dollar für den neuen Akku veranschlagte Apple fast ein Viertel des Player-Neupreises für den Batterietausch.
Jetzt will Apple allen iPod-Besitzern der ersten drei Generationen, die ihren Player bereits haben reparieren lassen, nachträglich 50 US-Dollar bezahlen; Besitzer von iPods der ersten Generation bekommen wahlweise 25 US-Dollar oder einen 50-Dollar-Einkaufsgutschein für Apple-Produkte. Darüber hinaus will Apple den Garantiezeitraum angeblich von ein auf zwei Jahre verlängern, in dem kaputte Akkus kostenlos ersetzt werden. (pmz)