Desire HD/Desire Z: HTC-Androiden in der Cloud
HTC verbindet seine neuen Android-Smartphones HTC Desire HD und Desire Z mit neuen Online-Diensten, die unter anderem das Fernlöschen der Geräte ermöglichen.
Der taiwanische Smartphone-Spezialist HTC hat heute zwei neue Smartphones vorgestellt. Das aus einem Alublock gefräste Desire HD soll das neue Flaggschiff des Unternehmens sein, das Desire Z mit seiner ausschiebbaren Tastatur vor allem Vielschreiber locken.
Doch in den Mittelpunkt des Interesses möchte HTC seine neuen Online-Dienste stellen, die erstmals (ohne Zusatzsoftware) bei Android-Smartphones das Auffinden eines verlorenen Telefons oder dessen Fernlöschen erlauben. Dazu eröffnet HTC eine neue Webseite, die bislang jedoch lediglich die Eingabe von Account-Daten verlangt. Dort will HTC kostenlos "eine Reihe von frei verfügbaren Connected Services" bereitstellen. Unter anderem sollen sich Anwender dort eine individuelle Bedienoberfläche für ihr HTC-Smartphone erstellen können. Über einen anderen Service lassen sich laut HTC verloren gegangene Geräte orten; entweder lässt man das Telefon klingeln oder sich den aktuellen Standort auf einer Karte anzeigen. Die neuen Desire-Modelle lassen sich laut HTC sperren und fernlöschen, Anrufe und SMS können zu einem anderen Telefon umgeleitet werden. Auf HTCSense.com können HTC-Kunden auch Kontakte, Anruflisten oder Textnachrichten archivieren und per PC-Browser abrufen.
Der neue Dienst HTC Locations soll einen Nachteil von Google Maps beseitigen: Die notwendige Online-Verbindung, die vor allem im Ausland schnell in eine Kostenfalle führt. Die weltweit kostenlose Navigation kommt von Route 66. Die regionalen Karten liegen auf dem Gerät vor und sind so auch ohne Online-Verbindung nutzbar, weitere Karten lassen sich per PC laden. Weiterhin hat HTC den E-Book-Reader überarbeitet und eine Kooperation mit dem E-Book-Store Kobo vereinbart. Ältere HTC-Smartphones werden nach derzeitigem Stand keinen Zugriff auf HTCSense.com bekommen; dazu ist die aktuelle Sense-Version notwendig.
Beide Smartphones laufen unter Android 2.2; HTC hat ihnen zudem eine Fastboot genannte Funktion spendiert, die das Starten des Gerätes deutlich verkürzen soll.
Die Hardware der neuen Modelle ähnelt sich an vielen Stellen: Beide besitzen einen Super-LCD-Bildschirm (480 × 800 Pixel; 4,3 Zoll beim Desire HD, 3,7 Zoll beim Desire Z), zur Verbindung mit dem Netz stehen WLAN (802.11b/g/n) sowie HSDPA (14,4 MBit/s) und HSUPA (5,7 MBit/s) zur Verfügung. An Bord sind weiterhin 1,5 GByte Flash-Speicher, Bluetooth, GPS-Empfänger, digitaler Kompass, microSDHC-Kartenslot und verschiedene Sensoren. Beide Geräte nehmen Videos im HD-Format 720p auf, bei der Fotoauflösung bringt das Desire HD 8 Megapixel; Desire-Z-Nutzer müssen sich mit 5 Megapixeln begnügen.
Der augenfälligste Unterschied betrifft die ausschiebbare Qwertz-Tastatur; nur das Desire Z kommt mit dem Vielschreiber-Feature. Intern gibt es noch weitere Unterschiede: Das Desire Z wird von einem 800-MHZ-Prozessor angetrieben, der auf 512 MB RAM zugreifen kann. Das Desire HD hingegen bekommt den Gigahertz-Snapdragon, und auch der RAM-Speicher ist mit 768 MByte großzügiger bemessen. Beide Smartphones sollen im Oktober auf den Markt kommen. Das Desire HD soll 600 Euro kosten, den Preis für das Desire Z hat HTC auf 550 Euro festgesetzt.
Siehe dazu:
- Technische Daten des HTC Desire HD in der Handy-Galerie
- Technische Daten des HTC Desire Z in der Handy-Galerie
(ll)