IT-Branchenverband erwartet keine Zunahme bei den Jobs
Auch in diesem Jahr werden nach Ansicht des Bitkom vor allem Software-Anbieter und IT-Dienstleister zusätzliche Jobs schaffen. Dem stehe aber ein Personalabbau bei einigen Großunternehmen gegenüber.
Die Unternehmen der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT) werden in diesem Jahr aus Sicht des Branchenverbandes Bitkom trotz Wachstum keine zusätzlichen Stellen schaffen. "Insgesamt wird die Beschäftigung in diesem Jahr voraussichtlich stabil bleiben", sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold der Tageszeitung Die Welt.
Im Vorjahr waren in der Branche rund 4000 Arbeitsplätze entstanden, erwartet wurden laut der Zeitung allerdings 10.000 neue Jobs in der Informations- und Telekommunikationstechnik. Auch diese Zunahme an Jobs sei aber ein positives Signal, meinte Berchtold, da die Branche "zum ersten Mal seit dem Jahr 2000" wieder einen Beschäftigungszuwachs verzeichnet habe. Auch in diesem Jahr werden nach Ansicht von Berchtold vor allem Software-Anbieter und IT-Dienstleister zusätzliche Jobs schaffen. Dem stehe aber ein Personalabbau bei einigen Großunternehmen gegenüber.
Das gesamte Wachstum der Branche betrug nach Angaben des Bitkom im Jahr 2005 2,4 Prozent (ursprüngliche Schätzung vom Oktober: 2,6 Prozent). "Auf diesem Wachstumsniveau werden wir uns auch in diesem Jahr bewegen", sagte Berchtold. Zur deutschen IT-Branche meinte der Bitkom-Chef: "Es gibt Licht und Schatten. Sicher spielen wir beim Mobilfunk und beim elektronischen Handel ganz vorne mit." Und die Übernahme der PC-Sparte von IBM durch ein chinesisches Unternehmen beispielsweise sei ein Signal: "Die qualitativ zunehmend besser werdenden chinesischen Produkte verschärfen die Konkurrenzsituation auf den Weltmärkten." Bei der Verbreitung von Internet-Breitband-Anschlüssen liege Deutschland der EU weit hinten, merkte Berchtold zur Situation der Branche hierzulande an. Außerdem gebe es nach wie vor viel zu wenige Computer an deutschen Schulen.
Gegenüber dem Tagesspiegel hatte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Stimmung in der Branche vor der Computermesse CeBIT generell als gut bezeichnet. (jk)