Start-up verspricht stärkere LiIon-Akkus
Eine neue Anode soll Mobilelektronik bis zu 40 Prozent länger laufen lassen.
Das US-Unternehmen Amprius hat eine Batterie entwickelt, die rund das Doppelte der Energiemenge herkömmlicher Stromspeicher vorhalten soll – nanostrukturierte Silizium-Anoden machen es möglich, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Das Start-up arbeitet derzeit mit mehreren bislang noch ungenannten Elektronikriesen zusammen, um die Batterie bis 2012 auf den Markt zu bringen. Für den Endverbraucher hieße das praktisch bis zu 40 Prozent längere Laufzeit für mobile Geräte. Amprius arbeitet außerdem mit mehreren großen Automobilherstellern zusammen, um das Anodenmaterial für die Verwendung in Elektroautos zu testen.
2007 demonstrierte Yi Cui, Professor für Materialwissenschaften an der Stanford University, einen nanostrukturierten Siliziumfilm, der Lithium laden und entladen konnte, ohne die üblichen mechanischen Probleme aufzuweisen. Dieses neuartige Anodenmaterial sollte, zumindest theoretisch, die Energiekapazität von Lithium-Akkus verdoppeln.
Prototypen der Amprius-Batterien wurden mittlerweile durch 250 Ladezyklen gejagt und zeigten tatsächlich die gewünschten Eigenschaften. Um für Elektrofahrzeuge geeignet zu sein, müssten allerdings mindestens 3000 Ladezyklen erreicht werden, räumt Amprius-Manager Ryan Kottenstette ein, der die Geschäftsentwicklung leitet.
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(bsc)