ECI Telecom wächst mit Infrastruktur für IPTV
Etwa die Hälfte dieser wesentlichen Netzbestandteile für das VDSL-Angebot der Telekom sollen von dem israelischen Netzausrüster ECI geliefert werden, der für das Jahr 2005 erfolgreiche Geschäfte bilanzierte.
Der Ausrüster ECI Telecom freut sich nicht nur über ein finanziell erfolgreiches Jahr 2005. Im Rahmen der CeBIT informierte die israelische Firma über ein neues Großprojekt: Die Breitband-Lösung, bestehend aus dem Hi-FOCuS Multi-Service Access Gateway und den MiniShelf Remote Terminals wird "im ersten kommerziellen VDSL-Netz Europas" von "einem der größten Netzbetreiber der Welt" eingesetzt. Ohne dass der Name gefallen wäre, ist offensichtlich das Projekt der Deutschen Telekom gemeint.
Etwa die Hälfte dieser wesentlichen Netzbestandteile wird von ECI geliefert. Nur mit VDSL seien bei Kupferleitungslängen von 800 Metern noch 25 MBit/s Downstream möglich, betont der Anbieter, was für die wirtschaftliche Übertragung von HDTV über IP Voraussetzung sei. Bereits zur Fußball-WM soll die T-Com entsprechende Dienste anbieten.
Laut Multimedia Reserach Group ist ECI bereits bisher Marktführer in Europa und Nummer zwei am Weltmarkt. In Frankreich (France Telecom) schauen mehr als 200.000 User über ECI-Netzeinrichtungen fern, in Zypern (CYTA) 50.000. Dazu kommen kleinere Gruppen, etwa in Serbien und Slowenien sowie 100.000 in Taiwan (Chunghwa). Die halbe Million IPTV-Seher von Weltmarktführer NEC findet sich in Hongkong (PCCW).
Der Jahresumsatz von ECI wuchs 2005 um 27 Prozent auf 630 Millionen Dollar. Gleichzeitig vervierfachte sich der Gewinn von 10,2 auf 39,9 Millionen Dollar. Auch in diesem Jahr möchte das Unternehmen stärker wachsen als der Markt. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)