Neuartige elektronische Nase

Wenn Informatiker Robotern Umgebungssensoren einbauen, dann handelt es sich zumeist um Kameras, Mikrofone oder auch Bewegungs- und Richtungssensoren, um die genaue Position im Raum bestimmen zu können. Japanische Forscher ergänzen diese Bereiche nun um einen weiteren Sinn für Kollege Roboter: Den des Riechens.

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Wenn Informatiker Robotern Umgebungssensoren einbauen, dann handelt es sich zumeist um Kameras, Mikrofone oder auch Bewegungs- und Richtungssensoren, um die genaue Position im Raum bestimmen zu können. Shoji Takeuchi, Bioingenieur an der University of Tokyo, ergänzt diese Bereiche der herkömmlichen digitalen Wahrnehmung nun um einen weiteren Sinn für Kollege Roboter: Den des Riechens.

Nützlich wäre das beispielsweise, damit ein Automat in der Lebensmittelproduktion verzögerungsfrei aufmerksam wird, sobald faulige Zutaten in seinen Arbeitssektor gelangen. Takeuchi nutzt für seinen Schnüffelroboter einen Ansatz, der bisherigen Technologien überlegen sein soll: Das System ist ein Biosensor und besteht aus Rezeptoren des Riechorgans von mehreren Insektenarten, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Takeuchis Prototyp ist dabei so einfach wie eindrucksvoll: Er baute die Rezeptoren in die Nase eines Kunstkopfes ein, der sich nur dann zu bewegen beginnt, wenn er den "richtigen" Geruch wahrnimmt. Derzeit reagiert das über einen PC gesteuerte System auf Insektenpheromone. Weitere Stoffe sollen sich ebenfalls erriechen lassen. Konkurrenzsysteme, die auf Nanodrähten basieren, will Takeuchi geschlagen haben.

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(bsc)