Chemie-Nobelpreis für organische Synthese
Der Amerikaner Richard Heck und die Japaner Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki sind für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Synthese von organischen Molekülen mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden.
Der Amerikaner Richard Heck und die Japaner Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki sind für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Synthese von organischen Molekülen mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschafen in Stockholm heute bekannt gegeben. Die drei Wissenschaftler erhielten die Auszeichnung für die Entwicklung von sogenannten palladiumkatalysierten Kreuzkopplungsreaktionen für die organische Synthese.
Die Arbeit der Preisträger habe entscheidend dazu beigetragen, die organische Chemie mit einem mächtigen Werkzeug auszustatten, mit dessen Hilfe sehr komplexe chemische Moleküle aus einfacheren Bestandteilen zusammengesetzt werden können. Kreuzkopplungsreaktionen wie die Heck-, Negichi und Suzuki-Reaktionen werden insbesondere zur Synthese von neuen medizinischen Wirkstoffen eingesetzt, aber auch in der organischen Elektronik wie zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Leuchtstoffe für blaue OLEDs. Die Auszeichnung ist mit 10 Millionen schwedischen Kronen dotiert, das entspricht rund 1 Million Euro, die sich die Preisträger gleichberechtigt teilen. (wst)