Linux-Apps für Stifte: Notizen und Zeichnungen mit Convertibles und Tablets

Linux läuft auch auf Notebooks mit Touchscreen und Stift. Spaß machen die erst mit den richtigen Anwendungen. Wir haben sechs Linux-Apps dafür getestet.

Artikel verschenken
vorlesen Druckansicht
Foto eines Convertible-Notebooks, Zeichnen-App geöffnet, Stift auf dem Display
Lesezeit: 17 Min.
Inhaltsverzeichnis

Wer ein iPad Pro oder Surface Tablet besitzt, weiß die Bedienung per Stift zu schätzen. Intuitiv handschriftliche Notizen anlegen, ohne Tastaturgeklapper, aber auch schnell das Gekritzel rückstandsfrei löschen oder mittels Verschieben die Gedanken neu ordnen. Darauf müssen auch Pinguin-Fans nicht verzichten. Die Technik findetauch bei Linux-tauglichen Convertible-Notebooks mit Touchscreen Verwendung, wie dem kürzlich von uns getesteten Framework Laptop 12. Mit komplett umgeklapptem Display lässt es sich wie ein Tablet halten. Die Tastatur ignoriert Eingaben und der Bildschirminhalt dreht sich, je nachdem, ob man das Gerät hochkant oder quer hält. Gängige Linux-Desktops wie Gnome und KDE Plasma sowie verbreitete Distributionen wie Fedora und Ubuntu erkennen das und unterstützen die Eingabe mit Zeichentablett und Stylus-Stift.

Doch die Hardware-Unterstützung ist nur die halbe Miete. Richtig Spaß macht so ein Convertible erst mit einer App, die die Stifteingaben inklusive Druckstärke erkennt. Wir haben uns daher erneut den Framework Laptop 12 geschnappt und darauf Linux-Apps getestet, die für Notizen und einfache Zeichnungen ausgelegt sind. Nach Recherchen auf Flathub und in einschlägigen Foren haben wir uns für die Open-Source-Apps Linwood Butterfly, Rnote, Saber, Scrivano, Stylus Labs Write und Xournal++ entschieden. Zwar unterstützen auch Anwendungen wie Krita, Drawpile und MyPaint den Einsatz eines Touchscreens mit Stylus (als Alternative zu klassischen Grafiktabletts), aber sie richten sich an Zielgruppen mit einem Mindestmaß künstlerischer Fähigkeiten. Die von uns ausgewählten Apps sollten sich für die breite Masse eignen, um damit in Besprechungen, Seminaren oder beim Lauschen von Vorträgen und Vorlesungen Notizen anzufertigen oder Gedanken in einfachen Skizzen festzuhalten. Außerdem wollten wir wissen, wie gut sich die Apps eignen, um PDF-Dokumente mit Anmerkungen zu versehen.

c’t kompakt
  • Auf einem Convertible oder Tablet erstellt man mit für die Stift-Bedienung optimierten Apps intuitiv Zeichnungen und handschriftliche Notizen.
  • Richtig gut PDFs annotieren kann aber nur eine App.
  • Alle Apps aus dem Testfeld gibt es auch für Windows, einige zusätzlich auch für macOS, iOS und/oder Android.
Mehr zu Linux

Neben den ausführlichen Tests auf dem Framework Laptop 12 mit Fedora 43 Workstation haben wir die Apps zusätzlich auf einem älteren Dell XPS Convertible mit Ubuntu 25.10 ausprobiert, beide Systeme liefen mit Gnome 47. Den Anwendungen sind wir mit einem Testkatalog auf den Leib gerückt, wobei wir die Ergebnisse in der App selbst in Form von handschriftlichen Notizen, Zeichnungen und farbenfrohen Markierungen festgehalten haben. Nur bei Linwood Butterfly, das sich nicht ansatzweise produktiv nutzen ließ, mussten fürs Protokoll auf einen schnöden Texteditor ausweichen. Die Originaldateien und exportierten PDF-Dokumente stellen wir Ihnen zum Download bereit.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Linux-Apps für Stifte: Notizen und Zeichnungen mit Convertibles und Tablets". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.