Vorschlag zur Aufteilung des JCP

In der Java-Open-Source-Community gibt es Diskussionen darüber, den Java Community Process in eine für die Java-Entwicklung zuständige Organisation und eine sich um die Spezifizierung kümmernde aufzuteilen.

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Alexander Neumann

Stephen Colebourne, ein in der Java-Community bekannter Softwareentwickler und Apache-Mitglied, hat vorgeschlagen, dass Oracle den Java Community Process (JCP) in eine "Core"- und eine "Ecosystem"-Organisation aufteilen solle. In der einen könnte sich Oracle um die zentralen Komponenten der Java-Sprache kümmern, die andere – unabhängige – Organisation sich hingegen der Standardisierung über die Java Specification Requests (JSRs) annehmen.

Anlass für Colebournes Vorschlag war die letzte Woche bekannt gegebene Vereinbarung zwischen Oracle und IBM, ihre Anstrengungen zu bündeln, um das OpenJDK voranzubringen. Colebourne sieht darin die Gefahr, dass zwei Firmen die Entwicklung von Java dominieren könnten. Simon Phipps, früherer Open-Source-Chefstratege bei Sun und nun Vorstandsmitglied der Open Source Initiative (OSI) bezeichnet Colebournes Idee als "großartiges Proposal", von dem er hofft, dass es eine angemessene Beachtung durch Oracle finde. Geir Magnusson Jr., Vorstand der Apache Software Foundation (ASF), kommentierte den Vorschlag, dass ein ähnlicher Vorschlag in internen Mailing-Listen unter den Apache-Mitgliedern zirkuliere und es darüber Gespräche mit Mitgliedern des JCP Executive Committee gebe. (ane)