Bastel-Projekt: Wie Sie den PV-Anhänger verdrahten

In diesem Artikel zeigen wir nun, wie man PV-Module, Wechselrichter, Laderegler und Akku für einen möglichst effizienten Betrieb miteinander verbindet.

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Lesezeit: 24 Min.
Von
  • Daniel Glaser
Inhaltsverzeichnis

Mit seinen sieben PV-Modulen kann der Hänger 2.165 Watt produzieren. Das ist eine beachtliche Menge Strom, weshalb wir uns in der Make-Redaktion eine ganze Reihe verschiedener Anwendungsmöglichkeiten für einen solchen grünen Stromgenerator ausgedacht haben:

  • Natürlich soll der Hänger das Kochen mit Strom auf dem Campingplatz oder in der Natur ermöglichen.
  • Auf Festivals soll er eine große Anlage und die dazugehörigen Lichteffekte antreiben können, damit die ganze Nacht durchgetanzt werden kann.
  • Wir haben uns auch eine weit entfernte Baustelle ohne Netzstrom vorgestellt. Dort kann der Hänger Strom für Elektrowerkzeuge bereitstellen oder eine kabelgebundene elektrische Kettensäge betreiben, falls Bäume gefällt werden müssen.
  • Darüber hinaus soll der Hänger in den Ruhezeiten zwischen diesen Einsätzen als Balkonkraftwerk dienen und überschüssigen Strom ins Netz speisen.
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Kurzinfo
  • PV-Module mit Laderegler und Akku verbinden
  • Stromkabel mit Wellrohren geschützt verlegen
  • Schutzpotentialausgleich beim Inselbetrieb herstellen

Mein Lieblingsbeispiel ist aber der Pizzaofen. Um möglichst klar zu zeigen, wozu eine mobile, selbst gebaute PV-Anlage fähig ist (und um mir das Leben möglichst schwer zu machen), wollte ich den Hänger nutzen, um einen extrem energiehungrigen Pizzaofen zu betreiben.

Checkliste

Zeitaufwand: ca. 80 Stunden

Kosten: ca. 1.800 Euro

Werkzeug

  • Hydraulische Crimpzange mit Pressbacken für 6-, 10- und 70-mm2-Kabel
  • Crimpzange für MC4-Solarstecker 2,5 mm2 bis 6 mm2
  • MC4-Entriegelungswerkzeug, um MC4-Verbinder zu lösen
  • 3D-Drucker

Material

  • 3 MPPT-Solarladeregler 12 V, 40 A, von Epever
  • 1 MPPT-Solarladeregler 12 V, 30 A, von Epever
  • 1 MPPT-Solarladeregler 12 V, 20 A, von Epever
  • LiFePO4-Akku 12 V, 300 Ah, von EXAKT
  • 14 Leitungsschutzschalter B16A, Typ S201B16
  • 1 Meter Kabel 70 mm2, rot
  • 1 Meter Kabel 70 mm2, schwarz
  • Sicherungskasten Aufputz für 15 Module
  • Spannungswandler von 12 V auf 230 V, 3500 W
  • 30 Meter Fahrzeugleitung 2 × 1,0 mm2, flach
  • 10 Meter Fahrzeugleitung 2 × 0,5 mm2, flach
  • 2 Verteilerblöcke 250 A mit 4 × M8-Klemmbolzen
  • 20 Rohrkabelschuhe M8 10 mm2 SC10-8
  • 20 Rohrkabelschuhe M8 6 mm2 SC6-8
  • 4 Rohrkabelschuhe M8 70 mm2
  • Kabel 10 mm2 5 Meter, schwarz
  • Kabel 10 mm2 5 Meter, rot
  • Kabel 6 mm2 je 5 Meter rot und schwarz
  • 8 Midi-Sicherungshalter inkl. Sicherungen 40 – 125 A
  • Wellrohr 20 mm Durchmesser für Elektro-installationen
  • MC4-Stecker 7 Paare (+/−)
  • 20 Meter Solarkabel 4 mm2
  • 9-mm-Siebdruckplatte 102 × 72 cm

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Wie das im Betrieb aussehen könnte, habe ich in einem gesonderten Artikel mit dem Hänger als eine Art Foodtruck gezeigt. Allerdings war das nur mit Netzstrom möglich. Jetzt sollte der Pizzaofen auch off-grid funktionieren. Ich sage schon einmal vorweg: Es hat nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Warum und auf welche Schwierigkeiten ich gestoßen bin sowie ein paar Lösungen werde ich in diesem Artikel erklären.

Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Bastel-Projekt: Wie Sie den PV-Anhänger verdrahten". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.