Transceiver flexibel konfigurieren: Flexbox 5 im Test
Mit der portablen Hardware Flexbox konfiguriert man neutrale Transceiver passend für mehrere Hersteller und Geräte flexibel und kostensenkend um.
- Benjamin Pfister
Für die Inbetriebnahme von Lichtwellenleiteranbindungen benutzt man abhängig von den geforderten Datenraten verschiedene optische Transceiver unterschiedlicher Bauform. Die physischen und elektrischen Spezifikationen dieser Module sind durch internationale Standards wie IEEE 802.3 oder Multi-Source Agreements (MSA) definiert, allerdings implementieren Hersteller von Routern, Switches oder Firewalls häufig proprietäre Codierungen in der Firmware. Diese herstellerspezifischen Anpassungen machen Transceiver-Module in Geräten anderer Hersteller oft inkompatibel, obwohl sie identische Spezifikationen aufweisen. Die mobile Netzhardware Flexbox 5 der Darmstädter Firma Flexoptix soll diese Inkompatibilitäten durch Anpassung der Transceiver-Codierung an die herstellerspezifischen Eigenheiten überwinden und verwendet dazu neutrale Flexoptix-Transceiver. Der Test zeigt, wie das gelingt.
- Die tragbare Flexbox 5 konfiguriert Transceiver von Flexoptix mit einem zu Netzhardwarehersteller und Gerät passenden Profil.
- Das verringert die Herstellerbindung, vereinfacht die Vorratshaltung und senkt Kosten.
- Zur Benutzung ist eine App erforderlich, die nur mit Internetverbindung funktioniert.
- Vorab sollte man klären, ob ein Netzhardwarehersteller auch bei Einsatz von Dritthersteller-Transceivern Support bietet.
Die Rolle von Transceivern
Interconnects zwischen Switches, Routern und Firewalls über größere Distanzen oder bei erhöhten Bandbreitenanforderungen nutzen Lichtwellenleiter. Das Konvertieren optischer und elektrischer Signale erledigen Transceiver in standardisierten Bauformen: beispielsweise Small Form-factor Pluggable (SFP) für 1G, SFP+ für 10G und OSFP (Octal Small Form-factor Pluggable) für 400G oder 800G. MSA-Spezifikationen gewährleisten eine grundsätzliche mechanische und elektrische Kompatibilität zwischen den Modellen verschiedener Hersteller.
Allerdings implementieren viele Hersteller wie Cisco, HPE oder Arista in ihrer Netzhardware eigene Codierungen, mit denen sie die Identität der eingesetzten Transceiver-Module überprüfen. Daher erkennen Netzwerkgeräte nur solche Module als kompatibel an, die die entsprechende Codierung aufweisen. Teilweise verhindern Hersteller den Betrieb von Transceivern ohne diese Codierung sogar und verweigern die Verbindung oder geben Warnmeldungen aus.
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