Clicks Communicator: Android-Smartphone mit Hardware-Tastatur
Das Smartphone mit physischer Tastatur ist zurĂĽck. Es kommt aber nicht von BlackBerry, sondern von Clicks, der bisher fĂĽr HĂĽllen mit Keyboard bekannt ist.
Nur mit QWERTY-Tastatur: Der Clicks Communicator kann auch aus Deutschland bestellt werden.
(Bild: Clicks)
Clicks Technology lässt mit seinem „Communicator“ das klassische BlackBerry-Feeling neu aufleben. Mit dem Produkt verfolgt der Hersteller das Motto: „Designed for doing, not doomscrolling“ („Entwickelt zum Handeln, nicht zum Doomscrolling.“). Es ist laut Clicks als Ergänzung zum „Hauptsmartphone“ ausgelegt, etwa zum Schreiben von Nachrichten oder Aufzeichnen von Sprachnotizen. Das Gerät, das auf Android 16 basiert, kann aber auch als alleiniges Gerät verwendet werden.
Android meets BlackBerry
Der Clicks Communicator besteht aus einem fast quadratischen OLED-Bildschirm mit einer Diagonale von 4,03 Zoll und einer Auflösung von 1080 × 1200 Pixeln. Mit der darunter liegenden QWERTY-Tastatur erinnert das Gerät mehr an einen BlackBerry oder das recht klobige Unihertz Titan 2. Eine QWERTZ-Tastatur ist derzeit übrigens nicht geplant; sie käme nur, wenn das Interesse an einem solchen Modell hoch genug ist.
Die Hardwaretastatur bietet außerdem Features wie einen programmierbaren Shortcut-Button und eine berührungsempfindliche Oberfläche. Mit dieser kann durch Text gescrollt werden, indem der Finger über die Tastatur bewegt wird. Zudem hat Clicks den Fingerabdrucksensor in die Leertaste verfrachtet.
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An der rechten Gehäuseseite ist überdies eine programmierbare Taste mit LED-Ring verbaut. Dieser leuchtet in einer Farbe nach eigener Wahl, wenn eine Benachrichtigung von einer bestimmten App oder einem Kontakt eingeht. Die Seitentaste dient laut Hersteller zur Aufnahme von Sprachnachrichten, zum Diktieren von Texten oder zum Aufnehmen und Transkribieren von Meetings. Ein wenig erinnert dies an Nothings Essential-Taste, aber offenbar mit weniger KI. Die für das Gerät angepasste Nutzeroberfläche basiert auf Android 16. Sie verfügt etwa über einen sogenannten „Message Hub“, in dem der Communicator Nachrichten verschiedener Apps auf dem Startbildschirm sammelt.
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2 Jahre Android-Updates
Was die Softwareupdates angeht, ist Clicks ein wenig sparsam: Der Hersteller verspricht nur zwei groĂźe Android-Updates, aber immerhin fĂĽnf Jahre Sicherheitspatches. Diese Updatepolitik dĂĽrfte nicht im Sinne der im Juni 2025 eingefĂĽhrten neuen Ă–kodesignverordnung sein, jedoch scheinen Hersteller ein Schlupfloch gefunden zu haben.
Die weitere Hardware umfasst eine 50-MP-Kamera auf der Rückseite und eine Selfiekamera mit 24 MP. Konkrete Angaben zum Prozessor macht Clicks nicht – der Hersteller sagt lediglich, dass es sich um einen 4-nm-5G-Chipsatz von MediaTek handelt. Es könnte ein Chip der Dimensity-7000-Serie sein. Als Energiespeicher ist ein 4000-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku verbaut, der entweder kabelgebunden oder kabellos nachgeladen werden kann. Laut Hersteller unterstützt das Gerät auch Qi2 und dürfte nach HMDs Skyline und Googles Pixel-10-Serie eines der wenigen Android-Geräte mit diesem Ladestandard sein.
3,5-mm-Kopfhöreranschluss
Eine weitere Besonderheit: Kopfhörer können entweder per Bluetooth, wie es mittlerweile üblich ist, oder über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss mit dem Communicator verbunden werden. Zudem unterstützt das Gerät Nano-SIM und/oder eine eSIM. Der 256 GByte große Speicher kann mit einer microSD-Karte erweitert werden. Über den Arbeitsspeicher verliert Clicks keine Zeile – angesichts der Speicherkrise könnte das Unternehmen womöglich nicht mehr als 6 oder 8 GByte RAM verbauen.
(Bild:Â Clicks)
Für mehr Farbenfreude kann der Clicks Communicator mit verschiedenfarbigen Rückseiten versehen werden. Zudem soll das Gerät in drei Farben erhältlich sein: Olivgrün, Cremefarben und ein Schwarzton.
Noch bis zum 27. Februar 2026 kann der Clicks Communicator vorbestellt werden. Interessierte können entweder eine Anzahlung von 199 US-Dollar tätigen oder direkt den vollen Early-Bird-Preis von 399 US-Dollar zahlen. Der finale Preis im Handel soll bei 499 US-Dollar liegen. Zum genannten Kaufpreis kommen noch Einfuhrumsatzsteuer, Zoll und 30 US-Dollar Versand hinzu. Die Auslieferung soll im Laufe des Jahres erfolgen.
Akkupack mit QWERTY-Keyboard
Zusätzlich zum Smartphone hat Clicks einen magnetischen Akkupack mit herausziehbarem QWERTY-Keyboard angekündigt. Das sogenannte Power Keyboard kann mittels Magsafe oder Qi2 an die Rückseite eines entsprechenden Smartphones geheftet werden.
(Bild:Â Clicks)
Der Akku ist mit seiner Nennladung von 2150 mAh nicht sonderlich groß, kann in der Not aber immerhin eine Portion Saft liefern. Das Keyboard wird über Bluetooth mit dem Smartphone oder anderen Geräten verbunden und kann sowohl im Hochkant- als auch im Querformat sowie frei in der Hand – etwa mit einem Smart-TV – verwendet werden. Für das Accessoire verlangt der Hersteller die 100 US-Dollar.
heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(afl)